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Ich lasse dich nicht fallen
Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht Dieser Satz aus der Bibel ist die Jahreslosung für 2006. Viele Christen auf der ganzen Welt begleitet dieser Vers
als guter Gedanke im kommenden Jahr. Er stammt aus dem biblischen Buch Josua. Darin geht es um den Einzug des Volkes Israel in das von Gott verheißene Land erzählt. Josua, so heisst der Mann, der diese schwierige Aufgabe erledigen soll. Er ist zu dieser Zeit die Führungspersönlichkeit des Volkes. Trotzdem graut ihm vor dieser Aufgabe. Zum einen hatte er einen hervorragenden Vorgänger. Mose. Das ist nicht einfach, denn man wird ihn an seinem berühmten Vorgänger messen. Zum anderen ist da die Angst. Angst vor dem unbekannten Land, das da vor ihm liegt. Er hatte zwar Kundschafter vorgeschickt. Die hatten gesagt, dass es ein sehr fruchtbares Land sei. Ein Land, in dem Milch und Honig fleißt. Ein wunderbares Land.
Aber es gab auch beunruhigende Informationen. Man munkelt von Riesen,. die in diesem Land wohnen sollen. Josua hatte versucht, dem Volk Mut zu machen. Aber auch in ihm machen sich Mutlosigkeit, Sorgen und Zweifel breit. Genau in diese Situation hinein spricht Gott zu Josua. Er sagt: Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht
Das neue Jahr, das vor uns liegt, ist auch ein unbekanntes Land. Wie ein weißer Fleck auf der Landkarte, von dem wir noch nicht wissen, was uns da erwartet. Aber wir können dieses Land dennoch einnehmen. Wir können die Zukunft als Herausforderung annehmen. Große Chancen können darin liegen. Aber auch wir haben heute Leute, die dieses unbekannte Land bereits ein wenig erkundet haben: Die Statistiker und Demoskopen. Die Wirtschaftsweisen und Finanzexperten. Sie sagen uns: Wir können dieses Land einnehmen. Es ist eine große Chance. Wir können gute neue Erfahrungen sammeln.
Aber sie haben für das vor uns liegende Jahr auch beunruhigende Informationen. Die Probleme, die da vor uns liegen, sind riesig. Riesige Schuldenberge. Und die viel zu hohe Arbeitslosigkeit.
Die Jahreslosung ist da ein Trostwort. Nicht nur das Volk Israel brauchte damals diese Ermutigung. Auch wir Christen heute stehen vor schwierigen Aufgaben.
Ich lasse dich nicht fallen und ich verlasse dich nicht. Das könnte für uns heißen, dass wir die Dinge selbstbewusst anfassen, die vor uns liegen. Die Herausforderungen in Angriffnehmen, weil wir wissen: Gott ist uns treu. Er versorgt uns auch im neuen Jahr mit dem, was wir brauchen.
Und vielleicht macht uns diese Jahreslosung barmherziger, wenn etwas nicht sofort gelingt. Dass wir dann einander nicht fallen lassen. Und wir einander nicht aufgeben. Sondern solidarisch bleiben, so wie Gott dem Josua die Treue hielt.
Ich lasse dich nicht fallen
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