Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

12.11.05, 6.30-7.00 Uhr, Thomas Förster

Hass und Frieden

Margareth Purba war in diesem Herbst drei Wochen lang zu Gast in Deutschland. Sonst lebt sie auf der indonesischen Insel Sumatra. Als Christin gehört sie zu einer

kleinen Minderheit. Ihr Vater ist dort ein bekannter evangelischer Pfarrer.

Bei ihrem Besuch erzählte sie mir die Geschichte vom 24. Dezember 2001. An diesem Heiligen Abend klingelte es an der Tür des Pfarrhauses. Zwei Männer gaben ein Weihnachtsgeschenk ab. Eigentlich sollte es bis nach dem Abendgottesdienst auf den Geschenketisch. Aber Margareth war neugierig. Sie machte das Paket einfach auf. Und fand jede Menge Drähte und eine verdächtige Masse ähnlich wie Brotteig.

O-Ton:
"Die Polizei hat es untersucht: Das war eine richtige Bombe!"

Sprecher:
Die Polizei vermutet, dass die Männer von einer muslimischen Terrororganisation geschickt worden waren. Hass, sagt Margareth, verspüre sie trotzdem nicht. Christen und Muslime müssten miteinander reden, Fanatiker gäbe es unter Christen genauso. Statt zu hassen, sagt Magreths habe sie sich lieber Jesus gehalten, und für beiden Attentäter gebetet.

O-Ton: 
 „Als ich für sie gebetet habe, da spürte ich Frieden in meinem Herzen und gleichzeitig hatte ich keine Angst mehr."


Sprecher: Michael Birgden

Audiobeitrag Hass und Frieden


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