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Hoppeditz
Heute möchte ich Ihnen jemanden vorstellen, der sein ganzes Leben lang ein Narr gewesen ist. Wie sonst sollte man auch jemanden nennen, der ohne Rücksicht auf Verluste,
also ohne Respekt vor den Mächtigen und ihrem Einfluss, ohne sich um die Folgen seiner großen Klappe und den eigenen Ruf zu sorgen, Jahr für Jahr kein Blatt vor den Mund nimmt Doch wohl nur einen Narren oder?
Denn in einer Zeit, in der die Meisten von uns bloß nicht unangenehm auffallen möchten, weil dann zum Beispiel der Arbeitsplatz in Gefahr geraten könnte oder man denke an den zurückliegenden Wahlkampf - die öffentliche Meinung einem übel entgegenschlagen würde in einer solchen Zeit muss man einen, der ungeschminkt ausspricht, was er denkt und wofür er steht, doch einen Narren nennen oder?
Wie viele unter uns verstecken sich nur zu gern hinter Floskeln wie Muss ja jeder selber wissen und wollen damit eigentlich nur sagen, dass sie selbst keine Lust oder Kraft haben, Position zu beziehen. Und wie oft lässt man derzeit die Faust in der Tasche, verschweigt, was man denkt, weils mit der eigenen Karriere danach wohl nicht mehr so gut aussähe?
Genau das macht den, den ich Ihnen heute vorstellen möchte, ja so interessant und sympathisch. Denn Duckmäusertum und Klappe halten, wenns einem auch stinkt das ist seine Sache ganz und gar nicht und noch nie gewesen!
Und dafür kann man ihn ja eigentlich auch bewundern. Für Mut und Courage, für aufrechten Gang und die Weigerung, sich anzupassen. Seltsam eigentlich, dass so jemand in einer freien, demokratischen Gesellschaft ein Narr genannt wird.
Na, wer isses denn nun? werden sie vielleicht ungeduldig denken. Welches biblische Vorbild wird heute morgen in Kirche in WDR2 enthüllt?
Also: am 11. im 11. erst mal nix Bibel, sondern: Hoppeditz!
Hoppeditz für die Nicht - Rheinländer übersetzt: der Kindskopf. Oder Springinsfeld. Jedenfalls einer, der Jahr für Jahr während der Karnevalssession für kurze Zeit sein Leben lebt. Und heute um 11.11 Uhr aufersteht. Mitten in Düsseldorf. Und anderswo. Und bejubelt werden wird, weil er so ein schönes Vorbild hergibt. Damit eine ganze Region in Frohsinn stürzt. Einfach nur durch mutige Kritik, gepaart mit Humor und großer Klappe. Und wenn er dann seine Rede zum Sessionsauftakt gehalten hat, wird sogar der Düsseldorfer Oberbürgermeister ihm antworten müssen. So weit bringt mans also doch mit der Wahrheit!
Und damit sind wir dann doch wieder über Hoppeditz und den 11.11. beim christlichen Glauben angekommen, der ja auch gerade dazu ermutigen will: Mutig die Wahrheit zu sagen, auch vor den Mächtigen nicht zu kuschen und vor allem: Freude am Leben zu haben und nicht alles so tierisch ernst zu nehmen.
In diesem Sinne: Helau nach Düsseldorf oder Alaaf nach Köln oder HeGeckGeck nach Delbrück in Westfalen auf jeden Fall ab heute ein Beispiel nehmen an Hoppeditz und all den anderen Narren, die noch den Mut aufbringen, das Unbequeme zu sagen und nicht einzuknicken vor den Mächtigen und solchen, die sich dafür halten.
Wie sagt schon der Apostel Paulus so richtig: Wer unter euch meint weise zu sein in der Welt, der werde ein Narr, dass er weise werde..
Hoppeditz
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