Leid
O-Ton: In dieser Welt ist nicht alles perfekt. Autor: Sagt Bernhard. Er lebt in Köln, ist 80 Jahre alt und Opa. Bernhard hat ein besonderes Enkelkind: Simon.
Der ist 15 Jahre alt und seit der Geburt schwer behindert. Er kann nicht laufen, nicht sehen, nur wenig hören und hat spastische Anfälle. Er muss rund um die Uhr betreut werden.
O-Ton: Da ist es natürlich, dass wir fragen: Warum wir? Aber man muss sich dann auch die Gegenfrage Gefallen lassen: Warum wir nicht?
Autor: Bernhard und seine Frau betreuen Simon, wenn seine Eltern für ihn keine Zeit haben.. Bernhard spricht dann oft mit Gott. Ihm kann er sagen, was er fühlt und denkt. Und seit einiger Zeit schaut er anders auf das Leben mit Simon:
O-Ton: Die Situation hat sich nicht geändert, aber wir wurden verändert. Das wir nicht mehr sagten: Wir gucken auf das Problem. Sondern wir schieben unsere Aufmerksamkeit auf die Möglichkeiten Gottes. Und wenn er es so beschlossen hat, dass der Junge bis zu seinem Lebensende so behindert ist, dann ist das seine Verantwortung, nicht unsere.
Autor: Ein besonderer Enkel und ein besonderer Opa. Die ganze Geschichte von Bernhard gibts übrigens als Videoclip auf der Internetseite www.gottinkoeln.de. Dieses Projekt hat der Filmemacher Chris Cuhls ins Leben gerufen. Leute wie Bernhard erzählen Erlebnisse mitten aus ihrem Leben und was Gott damit zu tun hat. Chris Cuhls.
O-Ton: Und deshalb ist es einfach authentisch, es ist ehrlich. So haben diese Menschen das erlebt und es mag sein, dass andere das anders erleben. Aber das ist ja auch das Paradoxe von Glauben und von Gott, dass es manchmal auch ein Mysterium bleibt.
Autor: Inspiriert wurde Chris Cuhls bei seinem Projekt Gott in Köln durch ein Buch, in dem ebenfalls Erlebnisse von Menschen mit Gott erzählt werden: Durch die Bibel.
O-Ton: Ich mein, wenn man mal reinschaut, dann entdeckt man von Prostituierten, über Abzocker, über Chefs bis zu Sklaven alles irgendwie von der gesamten Bandbreite der Gesellschaft, von den größten Abgründen, die es im Leben nur geben kann
Autor: Chris Cuhls Filmhelden sind ganz normale Menschen, die Gott im Alltag erleben. Genau wie die Menschen damals in der Bibel. Die Menschen in Köln hat Chris mit der Kamera besucht, und sie haben ihm ihre Geschichten erzählt. Da gibts Krimis, Thriller, Comedy und Drama. Man kann über Gott viel lesen. Dieses Film-Projekt zeigt mir, was es bedeutet, Gott selbst zu erleben. Die Kölner erzählen es. Wie Bernhard. Oder Christin, oder Salvatore. Mehr Geschichten gibts im Internet unter www.gottinkoeln.de
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