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Eine Woche nach dem Weltuntergang
Glück gehabt, wir leben noch. Denn vor genau einer Woche sollte die Welt untergehen. Zumindest nach den Berechnungen eines Maya-Kalenders.
Ziemlich verrückt, fanden die meisten. Zugegeben, ich ja auch. Selbst die Vorbereitungen, die manche dafür getroffen hatten, waren wohl eher spaßig gemeint. Parties sollte es geben zum Weltuntergang. Aber es war ja klar: Die Organisatoren glaubten selbst nicht dran.
Dabei ist die Idee zumindest dem Christentum ja gar nicht fremd. Irgendwann einmal wird es mit dieser Welt ein Ende haben. Im letzten Buch der Bibel, wird sogar ziemlich wild ausgemalt, wie dieses Ende von statten gehen soll: Feuer, Blut, Wehgeschrei und jüngstes Gericht. Kurz: Schön ist was anderes. Kein Wunder also, dass die meisten den Gedanken an ein Ende der Welt weit von sich schieben. Anders als bei den Maya gehört beim christlichen Glauben allerdings noch mehr dazu: Gottes Versprechen eines neuen Himmels und einer neuen Erde. Anders wirds werden, was auch immer das heißt, aber auf jeden Fall: besser. Gerecht und friedlich wird es zugehen. Für alle und für immer. Restlos. OK, verglichen mit dem Weltuntergang eine mindestens genauso verrückte Vorstellung. Nur: Viel sinnvoller. Daran will ich wirklich glauben. Denn in diese Richtung muss die Welt sich verändern.
Sprecherin: Alexa Christ
Eine Woche nach dem Weltuntergang
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