Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

15.12.12; Manuel Neeb

Gott ist mit uns

Stell dir vor, deine Freundin sagt dir, dass sie schwanger ist! Eigentlich hattet ihr das so nicht geplant! Zumindest jetzt noch nicht.

Und eigentlich kann das Kind nicht von dir sein!

Auf einmal sind 1000 Fragen in deinem Kopf: Vom wem ist das Kind? Was hat sie sich nur dabei gedacht? Will sie das Kind etwa behalten? Wie werden deine Eltern und deine Freunde reagieren? Es ist zum Ausrasten! Was soll das alles?

In genau dieser Situation befand sich Josef, der Vater von Jesus. Also, nicht der Vater von Jesus, sondern der Freund der Mutter von Jesus. Als Josef von diesem Kind erfährt, beschließt er, sich von seiner Freundin zu trennen.

Doch dann träumt Josef etwas. Ein Engel stört seinen Entschluss und sagt: „Josef, fürchte dich nicht!“. Er sagt ihm, dass Josef das Kind „Gott ist mit uns“, also Jesus, nennen soll. Und so langsam öffnet sich etwas in Josef. Ist Gott vielleicht doch auch mit ihm? Mit seiner Freundin Maria? Und mit dem Kind?

Ich glaube, Josef hatte noch ganz viele Fragen oder Zweifel. Es war längst nicht alles geklärt. Trotzdem entscheidet er sich, bei Maria zu bleiben. Zweifel kenne ich. Ich kann auch nicht immer alles einordnen. Josef zeigt mir, dass ich nicht alles hundertprozentig verstehen muss, um Gott zu vertrauen. „Gott ist mit uns“ erzeugt in mir manchmal Zweifel, aber zum Glück auch ganz viel Vertrauen.

Sprecher: Daniel Schneider

Audiobeitrag Gott ist mit uns


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