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Verantwortung
Autor: Na ja. Vielfalt ist ja schön, nur: wo bitte geht´s hier lang? Was war nochmal wichtig? So richtig wichtig. Nicht, das Sie mich falsch verstehen. Bunt find ich super.
Nur: alles Bunt ist ziemlich grau. Es geht um Entscheidungen. Lebensentscheidungen. Denn die sind unausweichlich. Zumal, wenn Wolken aufziehn: Mit andern Worten: irgendwann ist die Party zu Ende.
Musik: 80.000 Watt, am Boa Beach, alle bleiben wach, im Paradies, Flieger malen Streifen, in das Blau, die Sonne scheint, das Eis taut. Immer grüner Rasen, der Pudel bellt, Sieh! Erste Wahl, erste Welt, Milch und Honig fließen, doch hinterm Haus, ziehn Wolken auf
Autor: Wie treffe ich meine Entscheidungen? Manche: klar und entschieden. Erleichternd eindeutig. Andere - bei Licht betrachtet am liebsten: eher gar nicht. Das heißt ich schiebe sie vor mir her. Und denke: Einerseits Andererseits. Und dann könnte ich ja auch noch ganz anders. Mmh. Nicht immer leicht auszuhalten diese ganzen Möglichkeiten. Wenn doch jemand einfach mal sagen würde:
So. Und jetzt da lang!
Musik: Die Glotze glüht du inhalierst den Dreck, die Nachrichten sind schlecht du schießt dich weg, wartest ab bis irgendwas passiert, erwartest, dass der Messias kommt
Autor: Erwartest, dass der Messias kommt singt SEEED. Genau. Der dann sagt: da geht´s lang. Und manche finden ihn dann auch. In einer Haltung von mehr, mehr, mehr - vielleicht. In einer Idee davon, wie Mann oder Frau meint, sein zu müssen, um dazu zu gehören. Oder indem man glaubt, andere ausgrenzen zu müssen, um sein Eigenes zu bewahren.
Also: Wo geht es lang? Wie treffe ich meine Entscheidungen? Muss ich die ganze Verantwortung für mein Leben tragen?
Musik: Das Licht geht an, der Turm ist leer, keiner kommt und teilt das Meer,
niemand sagt, uns wie es geht, niemand weiß, den geraden Weg.
Doch diese Zeit, ist deine Zeit, und du meinst, du seist noch nicht so weit,
doch jeder Tag, ruft deinen Namen, du weißt, du hast keine Wahl.
Autor: Stimmt schon. Was Seeed singt: Jeder Tag ruft deinen Namen. Und fragt nicht nach meinen augenblicklichen Unentschiedenheiten oder Klarheiten. Es bringt nichts, zu sagen: Ich bin noch nicht so weit. Wenn ich nicht entscheide, entscheiden andere. Werde ich entschieden. Und was, wenn ich falsch entscheide? Die gute Nachricht: Jeden Tag, fast jeden Augenblick gibt es neue Entscheidungs-möglichkeiten. Für die Ewigkeiten entscheide ich jedenfalls ziemlich selten. Als Christ glaube ich: Das der Messias schon da war. Das Jesus wieder kommen wird. Und das Jesus hört, wenn ich um Hilfe bei Entscheidungen bitte. Verantwortlich bleibe ich sowieso. Aber nicht allein. Jesus war da. Und hört heute.
Musik: Diese Zeit, ist deine Zeit Uuuh.
CD: SEEED Track 2, Deine Zeit
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