QR-Code
Sie sind in fast allen Prospekten und Katalogen zu finden. Die QR-Codes. Superpraktisch, die Dinger:
Wenn ich mehr über ein Produkt wissen will, fotografier ich den Code mit meinem Smartphone und schwupps lande ich auf einer Internetseite mit ganz vielen Infos.
Neuerdings gibt es die schwarz-weiß gepixelten Grafiken auch auf dem Friedhof. Letzte Woche hab ich dort prompt einen QR-Code entdeckt: eingemeißelt in einen dunklen Grabstein. Nur der Code. Kein Name. Ich hole also mein Smartphone raus und probiere den Code aus. Und erfahre dabei jede Menge aus dem Leben der verstorbenen Person.
Das war aber schon ein komisches Gefühl, im Leben einer Person rumzuwühlen, die ich nicht kenne. Eines aber hat mich noch viel mehr gestört: Dass auf dem Grabstein nur der QR-Code war. Kein Name. Kein Geburtsdatum. Kein Sterbedatum. Nichts.
Nichts gegen den QR-Code. Aber er allein ist mir zu wenig. Da würde es ja auch reichen, wenn man eine Homepage für den Toten anlegt. Der Name, auf den Grabstein geschrieben das ist wichtig. Gott sagt, dass er keinen Namen von uns Menschen vergisst. Deshalb meißeln wir ihn auf den Stein damit er auch uns im Gedächtnis bleibt auch wenn das Smartphone mal zu Hause geblieben ist.
Sprecherin: Alexa Christ
QR-Code
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