Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

17.11.12; Daniel Schneider

Bußgebetsgeschichte

Er liegt so richtig passend in der dunklen, stürmischen Jahreszeit ... Nächste Woche am Mittwoch ist Buß- und Bettag.

Eine der ältesten Bußgebetsgeschichten steht in der Bibel. Jesus hat sie erzählt:

Zwei Männer treffen sich zufällig zum Gebet im Gotteshaus. Der eine, ein hochrangiger Kirchenoffizieller, ein sogenannter Pharisäer. Sein Gebet startet mit den Worten: Ich danke dir Gott, dass ich nicht so bin wie die anderen Leute, Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder wie dieser Zöllner da drüben.

Dieser Zöllner da drüben ist wirklich ein Betrüger. Aber in diesem Moment ist er vor allem ein Häufchen Elend. Er spricht, nein, er stammelt sich nur ein paar Worte zusammen: Gott, sei mir Sünder gnädig.

Und Jesus sagt dazu: Ihr könnt sicher sein, dieser Mann ging von seiner Schuld befreit nach Hause, nicht aber der Pharisäer.

Diese Geschichte zeigt mir, dass es Sinn macht, wenn ich mich mal selbst hinterfrage. Dass ich die Dinge, die ich falsch mache, auch ehrlich beim Namen nennen kann. Und ein Gebet zu Gott ist der richtige, geschützte Rahmen dafür. Da kann ich mal so richtig schonungslos ehrlich sein.

So wird das Bußgebet auch keine Selbsterniedrigung, sondern eine echte Befreiung und der persönliche Buß- und Bettag kann doch noch zum Feiertag werden.

Sprecherin: Alexa Christ

 

Audiobeitrag Bußgebetsgeschichte


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