Alpha Omega
Sprecherin: Lina hat die Zeit zwischen Abitur und Studium in einer anderen Welt verbracht. Zumindest kulturell gesehen.
O-Ton Lina: Ich war für ein Jahr in Indonesien und habe dort in einer Behinderteneinrichtung gearbeitet, unter anderem in einer Schule da habe ich dann zum Schluss auch selbständig unterrichtet.
Sprecherin: Die Schule und das dazugehörige Wohnheim heißen Alpha-Omega und sind eine Einrichtung der Evangelischen Kirche auf Sumatra. Dort gibt es nicht viele Häuser, die sich um Kinder mit Behinderungen kümmern.
O-Ton Lina: Es gibt eigentlich kein vergleichbares Heim. Oft ist es auch so, dass die Eltern ihre Kinder zu uns bringen, weil sie von der Landwirtschaft leben und da kann man sich nicht um ein behindertes Kind kümmern.
Sprecherin: Lina wohnte in einem Haus mit 60 Kindern und hat sich intensiv um sie gekümmert.
O-Ton Lina: Ich war von Morgens um fünf bis abends um neun auf den Beinen. Ich habe halt mitten im Heim gewohnt und da blieb nicht viel Privatsphäre.
Sprecherin: Trotzdem hat ihr die Arbeit Spaß gemacht. Lina hat gelernt, Indonesisch zu sprechen und wurde ein festes Mitglied im Team des Alpha Omega Hauses.
O-Ton Lina: Sich in Indonesien zu verabschieden das war schon schwer. Vor allem, weil man viele Kinder ins Herz geschlossen hat. Einige hätte ich am liebsten in meinen Rucksack gepackt und mitgenommen.
Sprecherin: Neben den Kindern behält Lina aber vor allem eine Erkenntnis im Herzen: Es lohnt sich, anderen Menschen zu helfen.
Sprecherin: Alexa Christ
Alpha Omega
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