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Was Promis glauben - Gerburg Jahnke
Musikeinspieler Missfits-Lied "Oberhausen" : O-Ton 1: Wenn ich jetzt
sterben würde, dann könnte ich mit dem, was schon gelaufen ist, könnt ich sehr, sehr glücklich sein.
Ich bin sehr dankbar. Ich bin mir nicht sicher wem.
Autorin: sagt Gerburg Jahnke von den Missfits eine der erfolgreichsten deutschen Kabarettistinnen. Zwanzig Jahre stand sie auf der Bühne zusammen mit Stefanie Überall. Heute führt siein Theaterstücken Regie und moderiert Fernseh-Sendungen wie Ladies Night. Aufgewachsen ist sie in Oberhausen, in einer typischen Ruhrgebietsfamilie. Der Vater war Bergmann, die Mutter Hausfrau. Er war evangelisch und sie katholisch. Zusammen mit ihrer Schwester ging Gerburg Jahnke regelmäßig in die Kirche,
O-Ton: Ich erinnere natürlich Lobet den Herrn oder Macht hoch die Tür, die Tor macht weit. Ich hab das immer sehr gerne gesungen, genau wie meine Mutter, ich fand nur die Gemeinde so schleppend. Ich hätte mir immer gewünscht, dass es etwas flotter und schöner zur Sache geht! (lacht)
Autorin: Neben den Liedern konnte sie auch Gebete früh auswendig, wie zum Beispiel das Vater unser. Der genaue Sinn hat sich ihr aber erst im Laufe ihres Lebens erschlossen:
O-Ton: Ich hab immer gedacht, wir sollten unseren unseren Schuldi sollten wir gern vergeben. Ich dachte immer Schuldi wäre so ein altes Wort für Schuld und das man eben
immer dem Schuldi gern vergeben sollte. Und das war für mich über Jahrzehnte machte das Sinn
, aber das ist so was von egal, weil die Message kommt ja trotzdem rüber. (lacht)
Autorin: Heute entdeckt sie Gott häufig in alltäglichen Dingen - vor allem in der Beziehung zu Anderen :
O-Ton: Ich glaube, den Sinn des Lebens in den Menschen zu finden.
Autorin: In Menschen, die sie begeistern, durch ihre Lebenshaltung oder durch ihre Art, wie sie sich anderen zuwenden. Und gleichzeitig hadert sie mit dem "lieben Gott.
O-Ton: Vor zwei Jahren ist eine Freundin von mir gestorben und auf der Beerdigung habe ich eine Rede gehalten. Und ich habe es geschafft, alle zum Lachen zu bringen. Mit Tränen in den Augen, weil sie war eine Komödiantin. Und das war auch so ein bisschen Trotz, was diesen Zorn angeht, dass ich gedacht habe: Gut, nimm sie, aber wir werden sie mit einem Lachen entlassen.
Autorin: Ihre christlichen Wurzeln kann sie nicht leugnen. Sie sind noch da. Und es gibt noch immer Momente des Gebets.
O-Ton: Ich wende mich an etwas von dem ich überzeugt bin, dass es klüger und größer und sanfter ist als ich.
Autorin: Zum Beispiel in schwierigen Situationen, in denen ihr wie automatisch in den Sinn kommt:
O-Ton:
Lieber Gott, mach doch das
und dann ist Gott immer mit dem Adjektiv lieb versehen, weil das hab ich so gelernt, worüber ich natürlich als Erwachsene anders denke, ob das lieb da so hingehört...
Autorin: Gerburg Jahnke zweifelt, streitet, hadert mit der Kraft, die größer und sanfter ist als sie. Und sie fürchtet sich nicht. Auch nicht vor dem Tod.
O-Ton: Ich habe - glaube ich - nicht wirklich Angst vor dem Tod. Ich hoffe, dass mein Weg nicht so ein schwerer sein wird. Auch dann würde ich mich wieder beschweren bei dieser Reklamationsstelle, wo ich noch nicht genau weiß, wo die ist. (lacht)

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