| |
Globalisiertes Christenwachstum
Guten Morgen, liebe Hörerin, lieber Hörer, es gibt sie überall auf der Welt. Christinnen und Christen. Heute erinnert mich die Tageslosung daran,
wie global das Christentum ist. Ja, wie weltumfassend es schon war, bevor wir angefangen haben, von Globalisierung zu sprechen. Gott, der Herr hat allen Völkern sein Heil und seine Gerechtigkeit gezeigt steht in den Psalmen. (Psalm 98, Vers 2)
Und in der Apostelgeschichte: Ihr sollt wissen: Gott hat sein Heil nicht nur den Juden, sondern allen Völkern geschickt. Und sie werden es sehen und annehmen. (Apostelgeschichte 28, Vers 28)
Wenn ich auf Reisen bin, finde ich es immer besonders spannend, etwas davon mitzubekommen, wie Christen in anderen Ländern leben. Und ich war bisher in keinem Land, in dem ich nicht eine christliche Gemeinde gefunden hätte. Da sind die christlichen Kirchen als Staatskirche präsent, wie in Schweden, England oder Russland. Mit großen Kirchen und Kathedralen. Oder sie sind eine Minderheit in islamischen Ländern. Oder sie sind sehr vielfältig:
In den USA zum Beispiel. Da gibt es ganz viele kleine Kirchen, so genannte Denominationen. In afrikanischen Ländern wie Namibia oder Tansania gibt es unzählige christliche Kirchen, oft von Missionaren gegründet. Manchmal ist es tief bewegend, irgendwo in der Welt um eine Ecke zu biegen und in einer Nebenstraße eine kleine evangelische Gemeinde zu entdecken und dort als Urlauberin herzlich aufgenommen zu werden. Oder eine westliche Kirchenarchitektur in einem asiatischen Land zu entdecken:
Mitten in Bangkok habe ich einmal in einem typisch anglikanischen Kirchengebäude Gottesdienst gefeiert. Außerdem gibt es eine große Zahl von Auslandskirchengemeinden. Da finden sich Menschen, die im Ausland leben und arbeiten, zusammen. Viele Christinnen und Christen denken: Christentum ist so, wie bei uns. Aber in jedem Land hat es ein anderes Gesicht. Mal ist es dunkelhäutig, mal im Indio-Kleid, mal tanzend unter einem Baum wie in der afrikanischen Kultur, mal findet es in großen Hallen mit tausenden von Menschen statt, wie in Korea.
Mal ist es ganz laut, wie bei den Charismatikern und mal ganz leise, wie zum Beispiel in Gehörlosengemeinden. Auf den ersten Blick wirkt manches fremd auf mich. Und doch gibt es immer etwas Verbindendes: Den vertrauten Gottesdienstablauf, wenn auch in einer anderen Sprache, die Bibel in der Hand des Predigers oder der Predigerin, manche Liedmelodien oder auch den Kirchenkaffee nach dem Gottesdienst.
Das Vater unser gibt es in fast allen Sprachen, von der Bibel ganz zu schweigen. Die Losungen sind in 50 Sprachen übersetzt worden. Das Christentum ist ökumenisch im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist über den ganzen Erdkreis, die ganze oikumene verbreitet.
Gerade jetzt, wo bei uns in Deutschland, in Europa, die Gemeinden kleiner werden und das Interesse am christlichen Glauben nicht mehr so selbstverständlich ist, tut es gut zu wissen: An anderen Orten in der Welt boomt er, der christliche Glaube. Selbst dort wo Christen verfolgt werden. Vielleicht besuchen Sie mal eine christliche Gemeinde, wenn Sie auf Reisen sind.
Einen weiten Blick und ein offenes Herz für Christen in der ganzen Welt wünscht Ihnen Pfarrerin Barbara Schwahn aus Düsseldorf
Globalisiertes Christenwachstum
|