Aufbruch
Sprecherin: Christina hat in diesem Jahr ihr Abi geschafft. Hat einen Studienplatz bekommen. Wird in den nächsten Wochen die ersten Veranstaltungen an der Uni besuchen.
Eigentlich doch alles bestens - oder?
O-Ton 1 (Christina): Ich muss schon sagen: ich bin traurig, jetzt schon, obwohl das Studium überhaupt noch nicht begonnen hat...
O-Ton 2 (Christina): ...hab ich son bisschen, ja Wehmut praktisch in mir, weil ich mich (...) danach sehne, (...) diese alte Struktur wieder zu haben, (...).
Sprecherin: Diese alte Struktur. Damit meint Christina ihre Schule. Da war alles geregelt. Schien so sicher:
O-Ton 3 (Christina): Zu wissen: ich geh morgens um zehn vor acht in die Schule und bin nachmittags um vier Uhr fertig und hab irgendwie diesen strikten Alltag (...) diese Sicherheiten, die mir immer vorgegeben waren, die werd ich (...) jetzt nicht mehr haben, weil ich jetzt für mein eigenes Tun und Handeln (...) verantwortlich bin.
Sprecherin: Freiheit bedeutet auch Unsicherheit. Und Verantwortung für das eigene Leben kostet Kraft.
Man muss so viel neu aufbauen im neuen Lebensabschnitt. Und darf sich dabei nicht irre machen lassen von den ganzen Herausforderungen. Oder depressiv.
Christina versucht deshalb bei ihrem Aufbruch das Positive nie aus dem Blick zu verlieren und darin Kraft zu finden:
O-Ton 4 (Christina): Ich glaub die Kraft kommt daher, dass man (...) nicht nur Angst hat vor dem neuen Leben (...), vor dem neuen Lebensabschnitt, sondern auch unglaublich viel Neugierde da ist, unglaublich viel Aufregung und ja Spannung. Also ich find das super-spannend.
Sprecherin: Alexa Christ
Aufbruch
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