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Göttliche Klänge
Musik: Paolo Conte, Tr. 4 Via con me,
Autorin: Wann? frage ich mich manchmal, wann hat Gott eigentlich die Musik erschaffen? Dass er - - sie erschaffen hat, steht außer Frage. Nicht nur, weil am Anfang ja nur Tohuwabohu war, also Einheitsbrei und Totenstille, und Gott dann alles erschaffen hat. Sondern auch, weil das Hören von Musik selbst dem überzeugtesten Atheisten schon mal ein wie göttlich entlockt.
Musik: Via via Vieni via di qui. Niente più ti lega a questi luoghi Neanche questi fiori azzuri. Via via Neanche questo tempo grigio, pieno di musiche e di uomini che ti son piaciuti.
Autorin: Musik beeinflusst die Stimmung, sie reißt mit, sie belebt. Verstehen, was da gesungen wird, muss man dazu nicht. Ein paar Brocken reichen, um die Phantasie anzuregen. Sich vorzustellen, wie Gott ganz am Anfang abends durchs Paradies geschlendert ist. Ein bisschen vor sich hingesummt hat, genickt und sich gesagt hat; ach, wie gut ist mir doch alles gelungen. Einfach wundervoll.
Musik: It's wonderful It's wonderful It's wonderful Good luck my baby It's wonderful It's wonderful It's wonderful I dream of you
Autorin: Ob Adam und Eva wohl im Paradies gesungen haben? Forscher sind der Meinung, dass wir Menschen seit immerhin 2 Millionen Jahren die Anlage zum Singen haben. Musik ist dem Menschen in die Wiege gelegt. Er nutzt sie, um sich zu verständigen, um seinen Gefühlen Ausdruck zu geben: der Liebe, der Enttäuschung, der Verlassenheit, der Wut. Reiht Töne aneinander, die andere manchmal in völlig anderen Lebensumständen - als ausdrucksvoll empfinden. Als erhaben, als tröstlich, leidenschaftlich, verrückt. Oder als wunderbar leicht. Wie Paolo Contes Via con me.
Musik: Via via Vieni via con me. Entra in questo amore buio Non perderti per niente al mondo Via via Non perderti per niente al mondo Lo spettacolo d'arte varia Di uno innamorato di te.
Autorin: Ein Stück, das ich nicht völlig verstehe. Bei dem ich aber genau weiß, wovon es handelt. Sicher von Liebe, aber mit seiner drängenden Musik auch vom Aufbruch. Dessen Rhythmus direkt in die Beine geht und nach einem langen, kalten Winter den Frühling verspricht. Dessen Sprache das Unbekannte verheißt. Ein Stück, das mir sagt; mach dir keinen Kopf.
Musik: Chips chips chips Du du du du du Ci bum ci bum bum Du du du du du Ci bum ci bum bum Du du du du du
Autorin: Ich glaube ja, dass Gott uns die Musik, den Gesang, den Klang ganz früh mit gegeben hat, praktisch als Grundausstattung. Als er dem ersten Menschen Leben eingehaucht hat. Ganz wörtlich- mit seinem Atem. Gottes Atem einatmen, ausatmen., Einatmen, ausatmen - das geht bis heute. Irgendwo auf der Wiese liegen, den Wolken zu sehen, Sorgen abwerfen, nicht an morgen denken, einatmen und ausatmen und singen, was einem in den Sinn kommt.
Musik: It's wonderful It's wonderful It's wonderful Good luck my baby It's wonderful It's wonderful It's wonderful I dream of you Chips chips chips Du du du du du Ci bum ci bum bum Du du du du du Ci bum ci bum bum Du du du du du Ci bum
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