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Woran Promis glauben: Dr. Ludger Stratmann
Autor: Dr. Ludger Stratmann. Mediziner und Kabarettist. Mit eigener Fernsehsendung und eigenem Theater in Essen.
Die ersten Schritte auf die Bühne hat er in der Kirche gemacht:
O-Ton: Ich war jahrelang Messdiener, dann war ich auch im Kirchenchor aber da hat mir die Masse nicht so gefallen. Ich war auch kein guter Sänger, aber die Masse..ich kam da nicht so gut raus. Und da hat sich der Lektor angeboten, da war ich für einen kurzen Moment der Star. So die 11 Uhr-Messe, die Langschläfermesse, die habe ich sehr gerne gelesen. Das war ne gute Vorbereitung. Also die Angst vor der Öffentlichkeit ist einem da schon ein bisschen genommen worden.
Autor: Die Kirche hat Ludger Stratmann auch auf seinem weiteren Weg geprägt. Nach einer wechselvollen Schulkarriere, hat das bischhöfliche Abendgymnasium für Orientierung und Perspektive gesorgt und den weiteren Weg zum Medizinstudium geebnet.
O-Ton: Nachdem ich schon vom Burggymnasium runtergeflogen war, von der Realschule runtergeflogen war, auf der Handelsschule, die waren dann froh, dass ich ging, haben mir aber noch ´nen Abschluss mitgegeben, aber letztlich war das auch nix. Das Bischhöfliche Abendgymnasium hat mir geholfen meinen Weg zu finden und haben mir gezeigt, es geht nicht nur mit Spinnerei, sondern man muss sich auch an Grenzen halten. Aber das war auch in der Kirche schon so.
Autor: Für den Kabarettisten ist Kirche bis heute wichtig geblieben:
O-Ton: Ich gehöre ja zu den Leuten - nicht zu den Leuten, die sagen, ich zahl jetzt keine Steuern mehr - Kirchensteuern mehr, weil mir die Institution nicht mehr gefällt, sondern ich bin einer der sagt, ich zahle gerne mit Überzeugung Kirchensteuer, weil die Institution Kirche - unabhängig von dem Zweifel, den ich habe am Glauben und an Religion im Allgemeinen - ich habe die Institution Kirche gerne.
Autor: Gerne hat Ludger Stratmann auch die Menschen im Ruhrgebiet, die er im Fernsehen und auf der Bühne liebevoll karikiert. Überhaupt liegen ihm Menschen am Herzen und so wundert es nicht, dass er seinem Publikum auch mit seinen Auftritten etwas Gutes tun will:
O-Ton: Die Bühne ist etwas Therapeutisches. Viele Leute kommen nach der Vorstellung zu mir und sagen: "Mensch ich habe mich 2 Stunden so richtig wohl gefühlt. Ich habe die Sorgen des Alltags ganz vergessen können." Das ist ja nicht unwichtig. Gut, das schafft ein guter Kinofilm auch oder jede Tanzshow oder was auch immer. - Wie wir früher: Wir haben zwei Stunden die Ablässe gebetet. Immer das Vaterunser - 70 mal glaube ich - und das hat abgelenkt von den Sorgen des Alltags und insofern ist schon das - ich will das nicht zu hoch hängen - aber schon ein gewisser Therapieeffekt.
Autor: Ihn selbst trägt, die Gewissheit, sich auf Gott verlassen zu können:
O-Ton: Ich habe ein Gottvertrauen. Ich vergleiche das immer mit einer Autobahnfahrt: Man fährt auf der linken Spur und will an zwei Lastwagen vorbei und plötzlich zieht der eine raus. das ist lebensbedrohlich. Und ich habe immer das Vertrauen, dass ich da noch irgendwie rauskomme aus der misslichen Situation.
Autor: Gottvertrauen und im Kabarett die Sorgen des Alltags vergessen - ein gutes Rezept des Mediziners und Kabarettisten Dr. Stratmann.
Woran Promis glauben: Dr. Ludger Stratmann
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