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Der Olympische Gedanke
Klar, ihr Lächeln bleibt in Erinnerung. Morgen, wenn die olympische Flamme in London erlischt, haben sich vor allem die Medaillengewinner der Olympiade unsterblich gemacht.
Die Modellathleten und Überflieger mit dem Gewinnergen. Die Sportler, denen der Wahlspruch "Der Zweitplatzierte ist der erste Verlierer" ins Gesicht geschrieben steht.
Aber mal ehrlich, die wirklich interessanten und herzerfrischenden Geschichten passieren doch dann, wenn die Stars schon duschen und lässig die ersten Interviews geben. Dann, wenn die Sportler ins Ziel kommen, die sowieso keine Chance hatten. Von Anfang an. Und die das auch von Anfang an wussten. Die Sportler, bei denen der olympische Gedanke noch lebt: Dabeisein ist alles. Die Sportler, die nicht mit dem nächsten Werbevertrag liebäugeln und trotzdem alles geben. Die meilenweit hinterher laufen, schwimmen und fahren und die Ziellinie trotzdem mit einem Gewinnerlächeln überqueren. Weil sie genau wissen: Ich habe mein Bestes gegeben. Andere waren besser als ich, aber ich war dabei.
Solche Typen machen die olympischen Spiele für mich erst zu dem größten Sportereignis der Welt. Weil sie mir zeigen, dass es im Leben um mehr geht als um einen Platz auf dem Treppchen. Ich darf und soll mich anstrengen und mein Bestes geben im Leben. Aber wenn es nur für ein Durchschnittsabi reicht ... Ist doch ok! Hey, ich habe Abi! Und wenn ich nicht innerhalb von drei Jahren Abteilungsleiter bin. Na, und? Ich habe einen Job und gutes Gehalt. Ich fahre immer noch keinen Porsche? Was soll's? Der VW ist doch Super!
Dankbar für das Hier und Jetzt zu sein ist gegen Trend der Zeit, aber es entlastet ungemein.
Sprecher: Daniel Schneider
Der Olympische Gedanke
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