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Olympia: Turmspringen
Sie sind meine persönlichen Heldinnen und Helden bei Olympia 2012: Die Turmspringer. Todesmutig stürzen sie sich nicht nur einfach aus ungeahnten Höhen ins Wasser,
sondern veranstalten dabei noch diverse Drehungen, Schrauben und Salti. Heute steht in London das Turmspringen der Frauen aus zehn Metern Höhe an. Was denken die wohl direkt vor dem Absprung? "Was mache ich hier eigentlich?" oder "Mama, ich will hier weg?" Wahrscheinlich haben sie sich das abtrainiert.
Wer da oben steht, hat Nerven wie Drahtseile, ist hochkonzentriert, hat den nötigen Respekt und ist nur auf die Bewegungen des Sprunges fokussiert. Und trotzdem kann immer etwas schiefgehen. Das Risiko müssen die Springerinnen eingehen. Alles oder Nichts.
Alles oder Nichts-Entscheidungen gibts auch abseits des Sprungturms. Ins kalte Wasser springen wir alle mal. Mal mehr und mal weniger spektakulär. Und gehen vorher auch die Risiken und Nebenwirkungen durch. Trotzdem bleibt die Ungewissheit. Gelingt der Sprung, die Präsentation in der Uni, die Entscheidung für einen Jobwechsel? Wie sind die Haltungsnoten? Weiche Landung oder harter Aufschlag?
Mein Vertrauen auf Gott nimmt mir dabei keine Entscheidung ab oder federt eine mitunter harte Landung, aber es macht mir einfach Mut, wenn ich in der Bibel lese: Ich bin mit dir, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch. Ich halte dich durch meine starke Hand.
Für mich sind diese Worte manchmal der entscheidende Moment vor einer Entscheidung oder der Trost nach einem Bauchklatscher.
Sprecher: Daniel Schneider
Olympia: Turmspringen
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