Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

06.08.12; Daniel Schneider

Randsportarten

Es ist Olympia. Juhu! Sport nonstop. Und Zeit der Randsportarten. All die Athleten, die vier Jahre lang in miefigen Turnhallen oder Kellern,

auf jeden Fall fernab jeglicher Öffentlichkeit ihre Sportart trainieren stehen endlich mal im Mittelpunkt. Heute zum Beispiel: Schießen. Olympisch seit 1900, gilt als Präzisionssportart. Aber mal ehrlich: Nicht so der Volkssport. Einfach nicht attraktiv genug für eine Fernsehliveübertragung. Man kann ja vom Schießen als Sportart halten was man will, ich gucke es mir bei Olympia an, weil ich mich freue, wenn die Medaillen nach Deutschland gehen. Und ich frage mich immer wieder: Was treibt diese Athleten eigentlich an? Die trainieren das ja nicht nur einmal in der Woche und trinken dabei im Schützenkeller das ein oder andere Pils, sondern das sind Hochleistungssportler die eine unfassbar ruhige Hand und eine noch unfassbarere Konzentration haben. Ausgetüftelte Trainingspläne und eiserne Disziplin bestimmen den Alltag und das nicht erst vier Wochen vor Olympia. Sondern das ganze Jahr. Und das alles um auf den Punkt fit zu sein für den Wettkampf. Da muss man schon mit ganzem Herzen dabei sein, sich sicherlich auch den ein oder anderen Spruch anhören.

Mich faszinieren Randsportartensportler. Weil sie keinem Trend folgen, sondern überzeugt sind von dem was sie tun. Mit ganzem Herzen. Ein bisschen was von dieser Einstellung wünsche ich mir auch für meinen Glauben an Gott. Der ist auch nicht immer stylish und cool. Da gibt's auch mal nen Spruch. Aber es gibt auch diese olympischen Momente, die mir zeigen: Das Vertrauen auf Gott lohnt sich.

Sprecher: Daniel Schneider

Audiobeitrag Randsportarten


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