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BAD HAIR DAY
Samstag hatte ich einen Bad-Hair-Day. Aber so richtig. Ich war beim Friseur. Nicht da, wo ich sonst hingehe.
Da sage ich immer nur: So wie immer, und alle wissen, was gemeint ist. Aber dieses Mal eben nicht. Und die gute Frau hat sich sehr viel Mühe gegeben, immer gefragt: So? Gut so? Und ich habe immer genickt, gesagt: Jaja, gut so. Aber innen drin doch gedacht: Ob das gut geht? Am Ende wollte ich kein zweites Mal in den Spiegel gucken. Es war ein Desaster.
Aber ich habe brav gezahlt, Trinkgeld gegeben, mir sogar eine Kundenkarte geben lassen. Und beim Rausgehen gesagt: Vielen Dank, bis demnächst. So ein Quatsch. Den Rest des Tages habe ich mich furchtbar geärgert und bin mit meiner Mütze rumgelaufen. Abends haben mir meine Freunde bestätigt: Sieht wirklich scheiße aus, die Friseurin hat das bestimmt mit der Heckenschere geschnitten, die müsste man verklagen. Aber zum Glück wächst sich das raus.. Nur Caro hat sich rausgehalten dabei ist sie selbst Friseurin und muss ja sehen, da das nicht geht. Als sich alle beruhigt haben, sagt sie: Eins verstehe ich nicht Du warst doch die ganze Zeit dabei. Warum hast Du nicht den Mund aufgemacht?
Sie hat recht. Und ich frage mich, wie die Welt aussehen könnte. Wenn mehr Leute den Mund aufmachen würden, wenn sie sehen, dass etwas nicht gut läuft.
Sprecher: Daniel Schneider
BAD HAIR DAY
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