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Eiserner Steg, Philipp Poisel
Musik: Ich atme dich ein. Und nie wieder aus.
Autor: Singt der deutsche Newcomer Philipp Poisel.
Musik: Schließ dich in mein Herz. Lass dich nicht mehr raus. Ich trage dich bei mir. In meiner Brust Hätt alle Wege verändert, hätt ich sie vorher gewusst.
Autor: Immer wieder erlebe ich bei Beerdigungen, dass sich Angehörige dieses Lied wünschen. Seitdem ist es für mich mehr als purer romantischer Kitsch. Es ist die bittere Wahrheit. Es tut verdammt weh, einen geliebten Menschen zu verlieren.
Musik: Jetzt steh ich am Ufer: die Flut unter mir. Das Wasser zum Halse. Warum bist du nicht hier?
Autor: Ich gäbe alles darum, wenn ich meinen Mann nur für eine Woche noch einmal zurück haben könnte auch nach vielen Jahren kann die Sehnsucht noch riesig sein. Trauer ist nicht etwas, was nach ein paar Wochen, Monaten oder Jahren vorbei ist.
Musik: Ich will dich einmal noch lieben, wie beim allerersten Mal. Will dich einmal noch küssen in deinen offenen Haaren.
Autor: Aber es bleiben nicht nur die Sternstunden, sondern auch die dunklen Seiten? Verpasste Chancen hinterlassen Wunden in unserer Seele, die man nicht einfach zukitten kann. Verpasstes Leben schreit auch nach Jahren noch in uns. Hätte ich doch. Wäre ich doch. Doch was nützt mein Wenn und Aber? Der Verstand will mich ins Leben zurückholen, doch meine Gefühle hängen am Gestern.
Musik: Wer achtet auf mich jetzt? Dass ich mich nicht verlauf. Und wenn ich jetzt falle: Wer fängt mich dann auf?
Autor: Viele fühlen sich allein gelassen, wenn der Partner stirbt. Verlieren die Orientierung im eigenen Leben, weil alles anders ist. Selbst dann, wenn es ein gelungener Abschied gewesen ist. Es bleibt eine Lücke, die nicht zu schließen ist.
Musik: In all diesen Straßen kenn ich mich nicht mehr aus. Da ist niemand mehr, der wartet. Der auf mich wartet Zuhaus
Autor: In der Bibel heißt es: Herr, lehre uns, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. Vielleicht kann auch das Lied von Philipp Poisel uns die Augen und die Herzen öffnen für das Leben: hier und heute. Uns achtsam machen füreinander. Ich wünsche es mir.
Musik: Ich will einmal, noch einmal, noch einmal noch kosten von dir. Will dich einmal noch atmen bevor ich dich für immer verliere Für immer verliere.
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