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Geschenkte Zeit
O-Ton Sabrina: Also ich hab mir das anders vorgestellt und jetzt bin ich so ein bisschen in der Zwickmühle, weil ich mir jetzt was anderes suchen muss.
Sprecher: Sabrina war sich sicher. Eigentlich... Ziemlich...: Gestaltung das sollte ihr berufliches Ding werden. So meldete sie sich im letzten Jahr auf einem Berufskolleg für Gestaltung an. Doch alles kam anders:
O-Ton Sabrina: Nach und nach ist mir halt irgendwie klar geworden, dass mir das gar nicht so viel Spaß macht, dass ich mir das anders vorgestellt hatte. Und vor ungefähr drei, vier Monaten ist mir klar geworden das ist es jetzt nicht ich muss irgendwas anderes finden.
Sprecher: Dabei hatte Sabrina ihre Ausbildung und Karriere schon weiter geplant:
O-Ton Sabrina: Ich hatte mir gedacht, dass ich danach zwei Jahre dranhänge, dann hätte ich mein Fachabitur gehabt. Das ist jetzt halt alles durcheinander geschmissen.
Sprecher: Sabrina hat sich ziemlich viele Gedanken gemacht, ob das Jahr nun verschenkte Zeit gewesen ist. Ein Grund, sich zu ärgern. Sauer auf sich selbst zu sein.
O-Ton Sabrina: Das eine Jahr ist ja natürlich nicht verloren gegangen, weil ich praktisch schlauer geworden bin, dass das jetzt für mich nichts ist aber jetzt muss ich halt in die andere Richtung gucken, was mir da gefallen könnte. So ein paar Vorstellungen hat man ja schon, aber - ja ist schon was schwer.
Sprecher: Für Sabrina ist jedenfalls klar geworden, dass es im Leben um mehr gehen muss, als nur um Karriereplanung. Dass es nicht nur darum gehen kann, möglichst schnell einen Abschluss zu kriegen, und das um jeden Preis. Dass das ganze Leben geschenkte Zeit ist, die man gar nicht verlieren kann nur nutzen, um Erfahrungen zu machen. Und um sich selbst klarer zu werden über das eigene Leben und die eigenen Ziele.
Sprecher: Daniel Schneider
Geschenkte Zeit
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