Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

13.06.12; Beate Raguse

Ewiges Leben

Es gibt ja so Fragen, die es einen nicht leicht machen. Zum Beispiel: Was ist das eigentlich das Ewige Leben?

Ein Theologieprofessor hat mal gesagt. „Ich hoffe, dass es nicht heißt für immer auf einer Wolke zu sitzen, während die Engelein singen. Das wäre auf die Dauer doch langweilig.“

Auch die Toten Hosen versuchen alles andere als eine langweilige Antwort zu geben. So auf ihrem aktuellen Album „Tage wie diese“. Das Video zeigt  Leute, die im Springbrunnen baden, im Schlamm rutschen, über Mauern springen, Party machen. „An Tagen wie diesen, wünsch ich mir Unendlichkeit.“ singt Campino und viele singen mit. Und er singt; „das hier ist ewig, ewig für heute.“

Ewig heißt also nicht, dass etwas immer anhält. Es hat eher mit einem Gefühl zu tun. Ich fühle, das hier ist gut, so hab ich’s mir gewünscht. So könnte es immer sein. 
Es gibt so Momente, wo wir uns richtig gut fühlen, wo wir eins sind mit uns und der Welt. Und – ich ergänze da  noch– mit Gott. Ewig heißt, da ist was, was trägt, was Bedeutung hat über den Moment hinaus. Das bleibt, auch wenn’s vorbei ist.

Sprecher: Daniel Schneider

Audiobeitrag Ewiges Leben


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