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Friede sei mit Dir!
Gute Ordnungen eröffnen Wege zum Leben. Die Schöpfungsgeschichte, liebe Hörerin, lieber Hörer, erzählt das.
Am Anfang war tohu wa bohu, die Erde war wüst und leer, es herrschte Irrsal und Wirrsal, heißt es da. Und Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erden, bringt Ordnung in dieses Chaos. Gute Ordnungen eröffnen Wege zum Leben. Das gilt auch für gute Ordnungen, die das Zusammenleben von Menschen regeln. Ein friedliches und gerechtes Miteinander in unseren Familien und in unserem Land kann nur gelingen, wenn die Einzelnen sich an gemeinsame Verabredungen und Gesetze binden. Das gilt auch für das Miteinander der Völker. Frieden und Gerechtigkeit brauchen gute Ordnungen und Gesetze. Und sie brauchen Menschen, die diese Ordnungen und Gesetze nicht eigennützig unterlaufen.
Gott, der das Leben erschuf, hat seinen Menschen auch Ordnungen und Weisungen für ihr Zusammenleben geschenkt. Gute Ordnungen, die das Wohl aller im Blick haben.
Sprecherin: Großen Frieden haben, die dein Gesetz lieben; sie werden nicht straucheln. (Psalm 119,165)
So fasste das einmal ein Glaubender in einem alten Lied, einem Psalm zusammen. Großen Frieden haben das meint mehr als die Befriedung von gewalttätigen Auseinandersetzungen und egoistischen Verteilungskämpfen. Großer Friede ist eine innere Lebenshaltung mit Außenwirkung. Dieser Friede schenkt, dass ich Gott vertrauen kann und zuversichtlich ins Leben schaue selbst in unsicheren und bedrohlichen Zeiten. Gott selbst, so sagt die Bibel, sagt den Menschen einen solchen Frieden zu. Dieser Friede ist da, wo Menschen Gottes Gesetz lieben, also sich mit Herz und Verstand auf Gottes Weisungen einlassen. Jesus Christus hat das getan. Er hat Gottes Gesetz geliebt und verkörpert. Er ist nicht gestrauchelt. Auch nicht auf seinem Weg ans Kreuz. Er hatte den großen Frieden.
Sprecherin: Friede sei mit Euch allen, die ihr in Christus seid. (1.Petrus 5,14)
Ein Gruß, der Christinnen und Christen durch die Jahrhunderte begleitet und getröstet hat.
Die Gemeinden aus der Anfangszeit der christlichen Kirche standen unter großem Druck. Um ihres Glaubens willen wurden sie benachteiligt, verfolgt, verachtet. Ihnen wurden weder Frieden noch Gerechtigkeit durch staatliche Ordnungen und Gesetze garantiert. Im Gegenteil: Die staatlichen Ordnungen und Gesetze richteten sich gegen sie. Gottes Wort und Gesetz leben und lieben konnten sie zunächst nur in dem kleinen Kreis ihrer Glaubensgeschwister. Aber es zeigte sich: Ihre Bindung an Christus und ihre Gemeinschaft untereinander, ihre Lebenshaltung stärkte ihren großen Frieden auch in friedlosen Zeiten. Und dieser Friede entfaltete eine Kraft, die die Weltgeschichte veränderte. Bis heute wissen sich viele Menschen von dem großen Frieden Gottes beauftragt, in ihrer Welt Frieden zu stiften und für einen gerechten Frieden zu arbeiten. Frieden stiften, ohne die Konflikte unter den Teppich zu kehren - das braucht sowohl in unserem persönlichen Leben wie auch in der politischen Arbeit viel Geduld und eine nachhaltige Zuversicht.
Beides vermag die Liebe zu Gottes Gesetz und das Festhalten an Jesus Christus und seinem Weg zu schenken. Friede sei mit Euch- dieser Gruß möge auch Ihren Tag begleiten. Das wünscht Ihnen Ihr Präses Nikolaus Schneider aus Düsseldorf.
Friede sei mit Dir!
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