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Kinder auf der Suche nach Gott - Teil 1
Gespräch mit dem Notfallseelsorger wo ist Gott, wenn Menschen leiden?
O-Ton: Manchmal geht bei mir das Telefon und die Feuerwehr ist dran und die sagen: Herr Hall, können sie bitte kommen. Es war ein schwerer Unfall hier an der Straße. Wir brauchen einen Notfallseelsorger.
Autorin: Pfarrer Joachim Hall zu Besuch in der Wuppertaler Grundschule Peterstrasse. Nach einem Besuch bei der Feuerwehr hatte die Klasse 4a ihn eingeladen. Sie wollen mit ihm darüber reden, warum Gott zulässt, dass Menschen leiden und sterben müssen.
O-Ton: Manchmal werde ich gerufen in Familien, wo jemand plötzlich verstorben ist. Die fragen dann: Wie kann Gott das jetzt zulassen. Warum passiert mir das? Warum straft er mich so?
O-Ton: Vielleicht hat der Mensch davor auch irgendwas nicht Gutes getan, was er aber nicht gemerkt hat.
O-Ton: Also, ich find man muss nicht immer Gott die Schuld geben. Es gibt ja auch Sachen wo man selber dran schuld sein kann.
O-Ton: Er will nämlich gar keinen bestrafen, weil er mag ja auch alle Menschen und ich glaube, dass man nach seinem Tod direkt wieder lebt nur als anderer Mensch.
O-Ton: Und was würdest du jemandem antworten der fragt: Warum lässt Gott das zu?
O-Ton: Ich finde, dass das der Lauf des Lebens ist. Dass jeder einmal stirbt und der Gott macht das dann alles gerecht.
O-Ton: Die Leute sind ja auch schon sehr alt. Deswegen sterben die dann auch. Deshalb ist man Gott auch nicht so böse.
O-Ton: Wenn keiner sterben würde, wäre ja auch kein Platz mehr für die Neuen. Es muss ja auch neue Leute geben und nicht immer die Gleichen auf der Erde.
O-Ton: Manche Menschen sind ja dann auch krank und die leiden dann sehr daran und Gott befreit die dann ja eben vom Leiden, dass er die dann eben zu sich holt.
O-Ton: Viele Menschen, die in einer Notsituation sind, erklären sich das wirklich so, dass sie sagen: Ja, jeder muss einmal sterben und dennoch ist oft die Trauer ganz groß. Glaubt ihr das Menschen, die an Gott glauben, leichter zu trösten sind?
O-Ton: Ich glaube eher nicht. Weil die sind ja genauso Menschen wie die anderen; also dass sie halt auch nicht schneller getröstet werden können.
O-Ton: Also, ich glaube, die lassen sich leichter trösten, weil die denken dann vielleicht, dass Gott das so gewollt hat und das das dann vielleicht gar nicht so schlimm ist. Vielleicht kommen die dann besser über den Schock hinweg.
O-Ton: Dann denkt man, dass Gott mich einfach so bestraft. Ich hab doch gar nichts gemacht oder so. Dann mag ich für eine Weile nicht Gott, aber ich krieg mich dann wieder ein.
O-Ton: Das erlebe ich wirklich auch öfter, und wenn die Menschen den Weg zurück ins Leben gefunden haben, sie dann auch wieder an Gott glauben können. Und ich glaube, die Menschen freuen sich auch über einen Notfallseelsorger, weil der für die Hoffnung steht, für die Gott steht. Also, was glauben Christen denn, was nach dem Tod kommt?
O-Ton: Dass man dann noch einmal geboren wird oder im Himmel zu Gott kommt.
O-Ton: Ich glaube, dass ist wirklich bei jedem Menschen unterschiedlich. Manche denken das sie in einem anderen Land weiterleben z.B. in Manginalal wie bei Die Brüder Löwenherz oder dass sie bei Gott sind oder dass sie einfach weiterleben
O-Ton: Jetzt hatten wir gerade das Osterfest und an Ostern ist Jesus auferstanden. Und der hat den Menschen gesagt: Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt. Und ich weiß dass das viele Menschen auch tröstet, wen sie jemanden verloren haben. Wer hier auf Erden stirbt, ist bei Gott geborgen.
Kinder auf der Suche nach Gott - Teil 1
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