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Nicht durch-stehen
Mir ist vor kurzem aufgefallen, dass es ganz viele Wörter gibt, die mit durch anfangen. Durch-fallen zum Beispiel. Besonders ärgerlich finde das Wort Durch-stehen.
Was hilft es mir, wenn einer sagt: Diese Situation musst du jetzt durch-stehen? Wenn ich stehen bleibe, komme ich ja gerade nicht durch und alles bleibt, wie es ist.
Belastete Zeiten kennt jeder. Logisch. Mal schlimmer, mal weniger schlimm. Aber wenn ich will, dass diese Zeit vorübergeht, dann muss ich selber etwas unternehmen. Einfach stehen bleiben und sich bejammern hilft da nicht.
Deswegen gefällt mir auch gut, was Jesus dazu gesagt hat: Du wirst dann wieder glücklich, wenn du dein Leid trägst. (Mt. 5,4) Wohlgemerkt: er sagt tragen, nicht er-tragen. Gemeint ist also, dass ich mein Leid schultern soll. Dass ich im Rahmen meiner Kräfte und Möglichkeiten handeln und mich bewegen soll, statt gelähmt stehenzubleiben.
Und was ist, wenn ich mich aber ganz klein und sehr schwach fühle?
Dann sagt Jesus: Das lass mal meine Sorge sein. Wenn du erst mal anfängst zu tragen, dann komme ich dir auch zu Hilfe. Ich werde dich trösten und dir beim Tragen helfen. Damit du gut durch dieses dunkle Tal kommst, das du gerade durchwanderst.
Und das wiederum finde ich durch-aus gut!
Sprecherin: Alexa Christ
Nicht durch-stehen
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