Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

18.05.12; Florian Schmitz-Kahmen

Burn-In

Burnout – ausgebrannt. Überall hört und liest man davon. Zu viel Stress, zu hoher Druck und irgendwann geht gar nichts mehr. Keine Kraft, kein Antrieb weiterzumachen.

Wie kann ich mir Burnout aber vorstellen? Wenn sich einer ausgebrannt fühlt, muss er ja vorher in irgendeiner Weise gebrannt haben. Ich glaube das Brennen, das gemeint ist, ist das innere Feuer, das mich für Dinge begeistert. Das mich erfüllt und mich zufrieden macht. Sei es beim Arbeiten, beim Sport oder sonst wo. Burnout heißt dann also so viel wie, dass genau dieses Feuer nicht mehr brennt, weil ihm der Brennstoff, die Energie fehlt.

Wir Menschen brauchen also ein „Burn-In“, eine Energiezufuhr für die Seele. Und die gibt es tatsächlich. In der Kirche wird sogar jedes Jahr ein zweitägiges Burn-In-Fest gefeiert. Das heißt da zwar anders, nämlich Pfingsten, meint aber genau dasselbe. Es wird gefeiert, dass es einen gibt, der mich immer wieder mit neuer Lebensenergie versorgt. Der das Feuer in mir immer wieder zum Lodern bringt: Gott.

Neue Geisteskraft gegen alle Verzagtheit. Neue Energie für alle, die ausgebrannt sind und nicht weiter wissen. Und das ist dann schon ein Fest wert, oder?

Sprecherin: Alexa Christ

Audiobeitrag Burn-In


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