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Das Land verändert dich
Internationales Feldlager, Camp Marmal, Afghanistan. Schotter, Staub, Sandsäcke. Dazwischen betonierte Fahrbahnen.
Im Schritttempo kriechen Pickups, Jeeps und militärische Fahrzeuge vorbei an Wohncontainer, Werkhallen, Zelten. Die Amerikaner schlafen zu zehnt in Zelten. Die Deutschen haben Stockbetten in ihren Containern. Privatsphäre: ein Vorhang vor dem Bett. Es wird viel gearbeitet. Sieben Tage die Woche. Die Tage sind eintönig. Eigentlich ist immer Mittwoch, sagen sie.
Alle tragen sie Halstücher gegen den Staub. Er dringt trotzdem in die Haut, in die Nase. An klaren Tagen ist die Bergkette ganz nah. Kaum einer aus dem Lager wird sie jemals betreten. Viele der Soldaten und der zivilen Angestellten verlassen nie das Camp.
Morgens um 6 Uhr spuckt ein Liniebus Einheimische am Westtor aus. Übersetzer, Reinigungskräfte, Bauarbeiter braucht das Lager. Abends verlassen die Einheimischen das Camp. Gehen zurück zu ihrer Frau und ihren fünf Kindern. Nachdem sie geputzt oder übersetzt haben. Mit genug Geld für den nächsten Tag, die nächste Woche. Wenn die Deutschen aus Camp heimgehen, sind 4 Monate um. Die Amerikaner bleiben ein Jahr.
Das Land verändert dich, sagen sie abends in der Betreuungseinrichtung. Wenn du die Kinder siehst, barfuss, in Badelatschen im Schnee spielend, dann sind deine eigenen Probleme auf einmal ziemlich klein.
Sprecherin: Alexa Christ
Das Land verändert dich
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