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Einmal den Sternenhimmel sehen
Sprecherin: Anne, 28 Jahre alt, ist Soldatin und das erste Mal im Einsatz in Afghanistan.
Viele Soldaten haben im Camp Marmal bei der Stadt Mazar-e-Sharif wenige Kontakte zu der einheimischen Bevölkerung. Anne hingegen trifft sich regelmäßig mit afghanischen Frauen.
O-Ton: Das sind Hausfrauen. Afghanische Hausfrauen und Mütter. Viele Frauen tragen zwar ein Kopftuch, ist ganz klar, dass sie die Haare verdecken. Viele Frauen machen das auch als Selbstschutz. Es gibt viel zu viele hübsche Frauen und hier in Afghanistan sind Übergriffe noch an der Tagesordnung. Und viele Frauen verstecken sich unter dem Schleier.
Die jüngste, die ist 17 Jahre alt. Sie ist Schülerin und sie lernt Englisch. Und die fragt mich auch immer sehr viel. Die fragt mich so nach dem Tag. Wirklich so die Grundwörter. Sie fragt mich eigentlich jedes Mal: Ob ich sicher angekommen bin und wie ich mich fühle. Nach der Schule geht sie dann direkt nach Hause und schaut Fernsehen. Es nicht ganz gestattet, dass sie in dem Alter rausgehen und einfach mal einen Kaffee trinken. Es sind eher die Jungs und die Männer, die rausgehen.
Ich gehe abends immer spazieren nach dem Essen und gucke mir den Sternenhimmel an und da sagen die, dass würden sie total gerne auch mal machen, auch mal abends spazieren gehen. Aber das können sie in Afghanistan nicht machen. Weil die Gefahr zu hoch ist, gekidnappt zu werden. Und die wünschen sich, dass sie auch mal abends mal spazieren gehen können und den Sternenhimmel anschauen.
Sprecherin: Alexa Christ
Einmal den Sternenhimmel sehen
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