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Freunde
Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer! Haben Sie Freunde? Ich habe momentan 103, andere haben erst 16, wieder andere schon weit über die 200.
Vielleicht ahnen Sie es schon die Rede ist von Facebook, dem sozialen Netzwerk, mit dem man mit unzähligen Menschen weltweit auf sehr einfache Weise kommunizieren kann. Wenn man näheren Kontakt zu diesen Menschen haben möchte, kann man ihnen eine so genannte Freundschaftsanfrage schicken, die derjenige bestätigen oder ablehnen kann. So sammelt man Freunde und täglich werden es mehr. Im praktischen Umgang fällt jedoch auf, dass man nur zu einigen wenigen intensiven Kontakt hat, die Kommunikation mit den meisten anderen eher oberflächlich verläuft. Das war schon zu allen Zeiten so.
Auch Jesus hatte viele Freunde und Anhänger. Er war bekannt. In seinem Umfeld gab es sowohl glühende Anhänger, aber auch Menschen, die sein Reden und handeln lieber aus einem sicheren Abstand heraus beobachtet haben. Zu 12 Menschen aber hatte er eine besonders enge Verbindung zu seinen Jüngern. Sie haben ihn begleitet, haben mit ihm gelebt und waren neben aller Begeisterung von seinen Predigten und Wundertaten auch einfach seine Freunde. Aber auch hier gab es Unterschiede - ähnlich wie bei uns, die wir Freunde und beste Freunde haben. Zu den besten Freunden Jesu gehörte der Lieblingsjünger Johannes, aber auch Simon Petrus. Zu ihm, so beschreibt es die Bibel in vielen Geschichten, hatte Jesus ein besonderes Verhältnis. Ihm hat er vertraut, zu ihm hat er gesagt: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen. Denn Simon Petrus war es, der vor allen anderen Jesu wahres Wesen erkannt hat: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes! Ist das nicht eine wichtige Eigenschaft von besten Freunden, dass sie das wahre Wesen des Freundes kennen, das was ihn wirklich ausmacht? Simon Petrus hat Jesus erkannt und Jesus kannte ihn. Mit all seinen Stärken und Schwächen. Von beidem hatte er viele.
Es war Petrus, der Jesus vertraut hat und aus dem Boot ausgestiegen ist, um seinem Herrn auf dem Wasser entgegenzugehen - es war Petrus, der Jesus zugesichert hat, immer an seiner Seite zu bleiben und zu ihm zu stehen, was auch kommen möge.
Aber es war auch Petrus, dem nach dem Verlassen des Bootes dann doch Zweifel kamen und der unterzugehen drohte - es war Petrus, der seinen Herrn trotzt aller Versprechungen dreimal verleugnet hat. Jesus hatte seine Geschichte mit Petrus es gab gute und schlechte Zeiten wie bei unseren Freundschaften auch. In jeder Freundschaft gibt es sehr vertrauensvolle Zeiten, in denen man meint, alles miteinander zu schaffen. Manchmal ist man sich auch nicht so nah, manchmal kommen auch Zweifel, ob diese Freundschaft noch Bestand haben kann. Freunde sind wichtig. Sie teilen unser Leben. Es müssen nicht 103 oder gar über 200 sein wie bei Facebook. Es sind meist die wenigen besonderen Freundschaften, die unser Leben reich machen und uns weiterbringen. Man braucht nicht viele gute Freunde, manchmal reicht auch einer, der mit durch dick und dünn geht.
Gott befohlen! Aus Augustdorf grüßt Sie Ihre Johanna Krumbach
Freunde
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