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Little in the middle
Einmal hoch hinaus. Etwas wagen. Etwas verändern. Der Sänger und Songschreiber Milow erzählt von kühnen Träumen.
Musik: You always wanted to be / part of a circus company / for the fun and death defying. But in time you forgot/ life is small in the big top and your dreams were slowly dying.
Overvoice: Du wolltest immer Teil einer großen Zirkus-Kompanie sein. Um Spaß zu haben und dem Tod zu trotzen. Aber mit der Zeit hast Dus vergessen. Das Leben ist eng ganz da oben. Und deine Träume sind langsam gestorben.
Autor: So ist das, wenn Menschen ihre Träume aufgeben. Heraus kommt ein ganz normales Leben. Nicht ganz da oben, nicht rechts oder links, sondern irgendwo dazwischen.
Musik: Now you're always just a little / a little in the middle / a little in the middle/ of where you're bound. Always just a little in the middle/ It keeps your head from spinning round.
Overvoice: Heute bist du immer irgendwo dazwischen, so ungefähr in der Mitte, wo du gebunden bist, immer so ungefähr in der Mitte. Das hält dich davon ab, einfach durchzudrehen.
Autor: In seiner neuen Single little in themiddle, beschreibt Milow ein Lebensthema, das ihn schon lange umtreibt.
O-Ton: We a little bit my generation born in the 80ies and the 90ies we have to make all these choices. To chose, its stressful for a lot of people, because you realize very well, if you chose something youre not choosing something else.
Overvoice: Meine Generation, geboren in den 80ern und 90ern, wir müssen all diese Ent-scheidungen treffen. Auszuwählen bedeutet für viele Menschen Stress, weil du genau merkst, wenn du das eine wählst, kannst du nicht gleichzeitig das andere wählen.
Autor: Da ist was dran. Früher war vieles einfach festgelegt. Welcher Beruf in Frage kommt, dass man natürlich heiratet, auf welche Schule die Kinder gehen. Heute muss alles entschieden werden, nichts ist mehr selbstverständlich. Das hat Vor- und Nachteile. Die Freiheit schmeckt süß. Es ist Platz für Träume. Aber man muss auch etwas riskieren.
O-Ton: In the song I say (
) if you want to avoid ending up in the middle, its better sometimes that you take clear decisions, because otherwise you just end up at the same place and you end up really paralyzed.
Overvoice: In dem Song sage ich: Wenn du vermeiden willst, immer irgendwo in der Mitte zu enden, ist es manchmal besser, klare Entscheidungen zu treffen. Sonst kommst du immer an der selben Stelle heraus und bist am Ende wie gelähmt.
Musik: But what's the show all about / when did your north get turned to south / and the truth turn to lying.#
Overvoice: Aber worum geht es in der ganzen Show? Wann wurde dein Norden zum Süden? Wann wurde aus Wahrheit Lüge?
Autor: Worum geht es eigentlich in meinem Leben? Bin ich noch bei dem, was ich wollte? Das sind Fragen, die ich mir auch immer wieder stelle.
O-Ton: Its basically a metaphor ending up somewhere completely different than you thought you would end up. Basically I describe a situation where someone who had all these big dreams and then ten years later for example, discovers: youre not doing what you thought, what you wanted to do ten years ago. Its part of growing up.
Overvoice: Im Grunde ist es eine Metapher, die davon erzählt, an einer völlig anderen Stelle herauszukommen, als man es ursprünglich dachte. Ich beschreibe eine Situation, wo jemand, der all diese großen Träume hatte, plötzlich entdeckt: Du machst gar nicht, was du dir vor zehn Jahren vorgenommen hast.
Autor: Und mitten im Leben sind dann manche Träume zerplatzt. Doch nicht Rockstar geworden oder Kinderärztin mit eigener Praxis. Sicherheitshalber die kleinere Liebe gewählt und die große nicht riskiert. Rausgekommen irgendwo in der Mitte.
Musik: What you wanted was not a crime / You could've done it / but you needed time. Now you're always just a little /A little in the middle /A little in the middle of where you're bound...
Overvoice: Was du wolltest, war doch kein Verbrechen, du hättest es tun können, aber du hättest Zeit gebraucht. Heute bist du immer irgendwo dazwischen, so ungefähr in der Mitte, ...
Autor: Ich bewundere Menschen, die nicht in der Mitte bleiben, sondern irgendwann ausbrechen nach rechts oder links. Die einfach nochmal etwas Neues anfangen. Doch noch die Coverband gründen und über die Marktplätze tingeln, nicht die Arztpraxis aufbauen, aber vielleicht den Hospizverein. Menschen, die eine Entscheidung treffen und die dranbleiben an ihrem Traum. Auch Gott setzt auf solche Menschen. Sonst verändert sich die Welt nicht. Gott hat jeden von uns begabt. Es kommt nur darauf an, etwas daraus zu machen.
Little in the middle
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