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Afghanistan
Es könnte wichtig sein, sich heute an einen besonderen Jahrestag zu erinnern. Er ist nicht sehr bekannt, er ist auch nicht erfreulich.
Heute genau vor zehn Jahren begann der Krieg in Afghanistan. Als Reaktion auf den Terrorangriff der Al-Qaida auf das World Trade Center am 11. September 2001 fielen die Amerikaner am 7. Oktober in Afghanistan ein. Dort wollten sie die Drahtzieher des Anschlags und ihre Hintermänner, die Taliban, bekämpfen.
Dieser Krieg, der von der NATO unterstützt wird und an dem von Anfang an auch deutsche Truppen beteiligt waren, dauert nun seit zehn Jahren. Man hat ihn immer wieder damit ge-rechtfertigt, dass der internationale Terrorismus keine Grenzen kennt und die Freiheit deshalb auch am Hindukusch verteidigt werden muss. Das ist nicht falsch. Christinnen und Christen werden trotzdem immer wieder daran erinnern, dass auch ein begründeter Krieg nach Gottes Willen nicht sein soll. Das ist erst recht nicht falsch.
Denn der Krieg in Afghanistan hat inzwischen fast 25.000 Menschenleben gekostet, Soldaten und Zivilisten. Finanziert wird er von Amerika und seinen Verbündeten mit jährlich 140 Milliarden Dollar. Auf Pump, wie wir inzwischen wissen. Und das einzig wirklich greifbare Ergebnis nach zehn Jahren ist die Erkenntnis, dass dieser Krieg nicht zu gewinnen ist. Seine Beendigung wird vorbereitet, endlich. Aber die Einsicht kommt zu spät. Und der Preis ist viel zu hoch.
Sprecherin: Alexa Christ
Afghanistan
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