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Woran Promis glauben: Max Mutzke
O-Ton: Ich machs jetzt im 8 Jahr beruflich nach dieser Teilnahme, und es funktioniert, es hat keinen Abriss, es geht eher immer weiter nach oben,
und das ist schon für mich nicht selbstverständlich, wie guts mir geht und wie erfolgreich das funktioniert.
Sprecherin: Max Mutzke, Pop-und Soulsänger, eine Entdeckung Stefan Raabs bei seiner ersten Castingshow für den Eurovision Songcontest 2004. Nun sitzt der 30-jährige neben mir mit seinen dunklen lebendigen Augen - in Dresden nach einem Konzert in seinem Volvo Rückzugsort vor den vielen Fans, die ihn bestürmen. Das Leben meint es gut mit ihm.
O-Ton: Immer schon. Ich hab außer ner Heuschnupfenallergie, die ziemlich ätzend ist, hab ich, ich war noch nie krank, ich hab mir noch nie was gebrochen, und ich hab wirklich exzessive und gefährliche Hobbys: Motocrossfahren, Klettern Gehen, Gleitschirmfliegen, mir ist aber noch nie irgendwas passiert. Es war immer knapp.
Sprecherin: Seine Karriere als Profimusiker kommt dem Sänger aus Krenkingen, einem 200 Seelendorf im Süd-Schwarzwald, fast immer noch wie ein Märchen vor.
O-Ton: Natürlich macht man was dafür und hat ne Qualität, die man mitbringt, die ganz wichtig ist, aber für diese Qualität, diese Gabe, die ich hab als Sänger, bin ich unendlich dankbar, dass mir das einfach so gegeben wurde.
Sprecherin: Für seinen Dank eine Adresse zu haben, ist Max Mutzke wichtig. Er weiß genau, wem er zu danken hat.
O-Ton: Ja, also, allem, also, meinen Mitmenschen, die mit mir arbeiten und denen ich halt tagtäglich begegne, meiner Familie natürlich, meinen Eltern, wie ich aufgewachsen bin, und natürlich auch dieser Energie, die von oben kommt, die man als Gott bezeichnen kann.
Sprecherin: An Gott zu glauben, sonntags in den Gottesdienst zu gehen und kirchliche Feste zu feiern, das war bei den Mutzkes selbstverständlich. Bei Max und seinen fünf Geschwistern.
O-Ton: Ja, meine Familie ist eben protestantisch, ich bin es auch. Natürlich. Wir sind aber aufgewachsen in einem Pfarrhaus.
Sprecherin: Obwohl sein Vater gar nicht Pfarrer, sondern Arzt war. Aber im Dorf meinte man, dass das leerstehende Pfarrhaus sei für den Doktor gerade das Richtige.
O-Ton: Das war echt schon ein fantastisches Leben und dieser Spirit in diesem Haus war schon etwas ganz Besonderes.
Sprecherin: Geprägt vor allem auch durch den Großvater, Flüchtling aus Schlesien, und Laienprediger.
O-Ton: Er war eigentlich Ingenieur, aber hat über die Kriegszeit in großen Kirchen gepredigt, und das hat meine Familie schon sehr, sehr geprägt. Deswegen kann ich mit dem Glauben sehr, sehr viel anfangen und fühl mich da auch auf jeden Fall wohl.
Sprecherin: Wie in vielen Familien wurde auch bei den Mutzkes abends gebetet.
O-Ton: Wenn mein Vater mich abends oder meine Mutter ins Bett gebracht haben, dann war das ganz oft so, dass wir noch gebetet haben. Und ich will das eigentlich auch an meine Familie so weiter geben.
Sprecherin: Alle, die Max kennen, wissen: Das sagt er nicht nur so daher.
O-Ton: Für mich ist es auch ein festes Ritual, abends im Bett noch mal in mich so zu gehen. Das Beten, das ist sicher ein großer Teil, aber es ist auch ein großer Teil, selbst zu reflektieren und drüber nachzudenken, was habe ich heute alles erlebt, was habe ich heute alles erreicht, was ist nicht so gut gelaufen.
Sprecherin: Stellt sich die Frage: Bekommt man dabei etwas von Gott zurück?
O-Ton: Also wenn man jetzt ganz spirituell denken würde, könnte man sagen, es kommt auch was zurück, eine Antwort auf ne Frage, die man hat, aber ich glaube, dass es einfach viel damit zu tun hat, dass man sich selbst die Zeit gibt, dass dann eben abends kurz vor dem Einschlafen noch mal ne andere Energie in einem drin ist, die, glaube ich, ganz, ganz hilfreich ist.
Sprecherin: Und motiviert, das Gute, das einem geschenkt wird, an andere weiterzugeben. Deshalb unterstützt der Sänger seit vielen Jahren das Hilfswerk Schulen für Haiti. Ein Projekt, das nach dem Erdbeben noch einmal um einiges dringlicher geworden ist.
Sprecherin: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitzius
Woran Promis glauben: Max Mutzke
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