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"Wende-Pfarrer" Christian Führer zum Fall der Mauer
Heute vor genau 50 Jahren wurde in Berlin die Mauer gebaut. 28 Jahre sollte es dauern, bis sie endlich fiel.
Einer der die Wende damals hautnah miterlebt hat, ist der evangelische Pfarrer Christian Führer. Schon Anfang der 80er Jahre hatte er in der Leipziger Nikolai-Kirche Friedensgebete veranstaltet. Im Herbst 1989 wurden daraus die berühmten "Montagsdemonstrationen". Warum die friedliche Revolution in der DDR ausgerechnet von den Kirchen ausging, ist für Christian Führer ganz einfach zu erklären:
O-Ton: Alles andere war staatlich diktiert und kontrolliert die Kirchen waren die einzigen Orte, wo man öffentlich Tabu-Themen diskutieren konnte, und so wurde die Kirche für Nichtchristen und Christen gleichermaßen unheimlich anziehend
Sprecherin: Zur ersten Montags-Demo kamen gerade mal 1000 Menschen. Doch von Woche zu Woche wurden es mehr, und am Ende zogen 75.000 durch die Straßen von Leipzig. Immer wieder versuchten Sicherheitskräfte, den Marsch zu stören und aufzulösen - vergeblich. Denn die Demonstranten blieben trotz aller Provokationen immer friedlich, erinnert sich Christian Führer
O-Ton: Das war das Größte, dass Menschen die Bergpredigt von Jesus in die zwei Worte gefasst haben "Keine Gewalt" und haben das auch wirklich praktiziert und es ist eine Revolution entstanden, eine Revolution, die aus der Kirche kam, ein ungeheuerer Vorgang, die friedliche Maueröffnung, die Einheit Deutschlands ohne Krieg und Sieg dieses Mal.
Sprecherin: Alexa Christ
"Wende-Pfarrer" Christian Führer zum Fall der Mauer
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