Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

10.08.11, Kerstin Hanke

Göttlicher Big Bang

Sechs Tage göttlicher Tatendrang, ein Tag Pause. Dann war sie fertig: Die Welt. So erzählt es die Schöpfungsgeschichte der Bibel.

Heute gibt es viele andere Theorien,  wie das Universum entstanden ist. Die populärste ist sicherlich die vom Urknall. Klingt zunächst einfach. Schliesslich weiß jeder, was ein Knall ist. Und das Wort verführt mich mir den Urknall als so einen ersten und größten aller möglichen Knalle, die es geben kann, vorzustellen. Das ist leider absolut  falsch. Mit Urknall bezeichnen die Wissenschaftler ein Geschehen, in dem sich der Raum von einem unendlichen kleinen Punkt an ausdehnt. 

Verstehst du nicht? Ich auch nicht. Denn das ist außerhalb jeden Vorstellungsvermögen. Aber genau daran knapsen die Wissenschaftler. Da ist offensichtlich etwas Besonderes und sie rätseln, wie man das deuten kann und haben dafür ein schönes Sprachspiel gefunden:  Das sei ein Big Bang, ein Urknall. Das ist zunächst mal witzig. Und macht die Theorie auch interessant.

Aber es bleibt halt eine Theorie und nicht die Erklärung, wie es nun wirklich war. Darin unterscheiden sich moderne Wissenschaft und die Bibel nicht. Sie entwerfen Erklärungsmodelle und sie fragen sich, wo hat alles seinen Anfang genommen.  Die Weisheit der Bibel besagt, es bleibt immer ausserhalb unseres menschlichen Fassungsvermögen. Das Göttliche in der Welt erfahren wir nur mit dem, was wir zur Verfügung haben. Mit unseren Augen, Ohren und Gefühlen.

Sprecherin: Alexa Christ

Audiobeitrag Göttlicher Big Bang


Druckversion

Suche

Sendungen der Woche

Sendungen am Sonntag

Sendungen im Fernsehen