Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

28.07.11, Daniel Schneider

Wovon sollen wir träumen

Für die deutsche Frauen-Fußballnationalmannschaft ist der Traum vom WM Titel vorerst geplatzt.

Der offizielle WM Song “Wovon sollen wir träumen” von der Band Frida Gold klingt allerdings auch gut einen knappen Monat später noch nach:

Musik: Wovon sollen wir träumen?  So wie wir sind, so wie wir sind, so wie wir sind. Woran können wir glauben? Wo führt das hin? Was kommt und bleibt? So wie wir sind.

Autor: Ein sehr schönes Lied. Frida Gold Sängerin - Alina Süggeler - hat eine tolle Stimme, die Musik geht ins Ohr und lädt zum Mitsummen ein. Einfach anhören und genießen.

Musik: Ich hab gesucht und gesucht. In den hintersten Ecken. Nach Augen, die mich interessieren. Noch nie hat es geklappt. Doch ich mag´s nicht kapieren.

Autor: Es gehe um die Orientierungslosigkeit aufgrund der Informationsflut, sagt die 26-jährige Sängerin in einem Interview, um die  scheinbare Freiheit, alles tun zu können.

Musik: Ich erkenn mich nicht. In den Schaufensterscheiben. Entdecke nichts, was mir gefällt. Ich brauch die schönsten Kleider. Und die stärksten Männer. Und eine Hand, die meine Hand für immer festhält

Autor: Ich finde das ein starkes Bild: Eine Hand, die meine Hand für immer festhält. Etwas Gewohntes, Vertrautes, Liebevolles. Zum Schutz suchen, beruhigen und neu starten. Es kann aber auch etwas Beängstigendes haben: Eine Hand, die meine Entscheidungen einschränkt, die mich einengt und mich kontrolliert. Die mich nicht mehr selbst bestimmen lässt.

Musik: Wovon sollen wir träumen? So wie wir sind, so wie wir sind, so wie wir sind. Woran können wir glauben? Wo führt das hin? Was kommt und bleibt? So wie wir sind.

Autor: In der Bibel heißt es: Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich halten (Ps 139) Gemeint ist damit Gott, der seine starke Hand zur Verfügung stellt. Immer. Wenn es schön ist wie bei der Morgenröte, beim Sonnenaufgang. Und wenn das Wasser einem bis zum Hals steht, wie am äußersten Meer. Gerade dann. Eine Hand! Zum Festhalten. Nicht mehr. Krisen, Enttäuschungen und Schmerz gibt’s trotzdem. Eine Hand! Nicht weniger. Nicht alleine sein. So ist das mit Gott. Schon heute. Ganz konkret.

Audiobeitrag Wovon sollen wir träumen


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