Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

16.07.11, Manfred Rütten

"sing einfach!" - Helmut Jost und die Gospelwelle

Mit Whoopi Goldberg als "Schwester Dolores" kam der Durchbruch: Seit dem Film "Sister Act" boomt auch bei uns die Gospelmusik.

Überall schießen neue Chöre wie Pilze aus dem Boden. Gegenüber den klassischen Kirchenchören haben sie einen unschlagbaren Vorteil, meint der Produzent und Musiker Helmut Jost.

O-Ton: Man hat´s nicht schwer in nen Gospelchor einzusteigen. Weil die meisten Gospelchöre sind so gestrickt "Wir haben eigentlich alle keine Ahnung, wir machen´s aber trotzdem und wenn du Lust hast bei uns mitzumachen, bist Du herzlich willkommen.

Helmut Jost schreibt und produziert nicht nur eigene Gospelalben, er gibt sein Wissen auch weiter und ist gefragter Referent für Gospelworkshops in ganz Deutschland. Dabei stellt er immer wieder fest

O-Ton: Man kann mit relativ wenig Ausbildung, aber hoffentlich viel Herz doch relativ schnell Erfolge erzielen und diese Erfolge kann man auch noch auf der Bühne, in der eigenen Kirche bei anderen Leuten vorspielen und kriegt auch noch Beifall dafür. Und das obwohl der blöde Lehrer früher in der Schule gesagt hat "Hör mal, wenn wir noch mal singen, Du bist dann mal schön still, du kannst nämlich nicht singen".

Von Helmut Jost wird man solche Sprüche nicht hören. Im Gegenteil:

O-Ton: Ganz egal, was die Dieter Bohlens vielleicht zu deiner Stimme sagen würden -  sing einfach. Sing mit Inbrunst und sing so gut du kannst, wenn jemand mit Leidenschaft singt und wenn jemand sein Herz auf der Zunge trägt, wie man so schön sagt, dann läuft er schon mal nicht so direkt Gefahr, vielleicht psychisch Schaden zu nehmen, wie der andere, der gar nix rausbringt.

Sprecherin: Alexa Christ

Audiobeitrag "sing einfach!" - Helmut Jost und die Gospelwelle


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