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Dann bleibt nur noch "Danke" (eg 334)
Diese Woche ist geschafft! Wenn ich zurückblicke, mir die einzelnen Tage noch einmal vorstelle, dann treten ganz verschiedene Situationen vor mein inneres Auge.
Guten Morgen, liebe Hörerin und lieber Hörer! Wenn ich zurückblicke, was bleibt dann? In einem Morgengebet von Martin Luther wird ein konkreter Vorschlag gemacht: beim Rückblick auf das, was gewesen ist, fang an mit Danke. Dieses Morgengebet hört sich so an:
Sprecherin: Ich danke dir, mein himmlischer Vater durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, dass du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast und bitte dich: du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, dass dir all mein Tun und Leben gefalle, denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, dass der böse Feind keine Macht an mir finde.
Autor: In dieser Woche habe ich ihnen verschiedene Lieder und Gedichte vorgestellt, die diesem Morgengebet von Luther nachgesprochen wurden. Heute noch einmal ein Lied. Und dieses Lied muss heiter daher kommen. Denn wenn ich wirklich allen Grund habe, zuerst einmal Danke zu sagen, Danke zu singen, dann kann das nicht bedächtig, oder gar traurig klingen, dann wird es swingen.
Sprecherin: 1. Danke für diesen guten Morgen, danke für jeden neuen Tag. Danke, dass ich all meine Sorgen auf dich werfen mag. 2. Danke für alle guten Freunde, danke, o Herr, für jedermann. Danke, wenn auch dem größten Feinde ich verzeihen kann. 4. Danke für manche Traurigkeiten, danke für jedes gute Wort. Danke, dass deine Hand mich leiten will an jedem Ort. 6. Danke, dein Heil kennt keine Schranken, danke, ich halt mich fest daran. Danke, ach Herr, ich will dir danken, dass ich danken kann.
Autor: Es ist schon etwas in die Jahre gekommen dieses Danke Lied genau wie ich. 50 Jahre alt ist es geworden genau wie ich. Martin Gotthard Schneider hat es 1961 geschrieben. Aber wie bei jedem guten Swing, wie bei jedem guten Wein, wie bei jedem echten Danke spielt das Alter keine Rolle im Gegenteil. Es sammelt sich so einiges an, wie in meinem Leben: gute Erfahrungen, liebe Menschen, Freunde und - ja, natürlich, die anderen auch. Aber ich habe ein wenig gelernt, auch mit ihnen umzugehen. Vielleicht habe ich sogar das meiste an meinen sogenannten Feinden gelernt. Ja, es war nicht immer einfach, in dieser Woche nicht und auch an einigen Stellen in meinem Leben nicht. Traurigkeiten, Zumutungen hat es manchmal reichlich gegeben. Manchmal dachte ich, es geht nun gar nicht mehr weiter. Und doch bin ich durch gekommen. Weiß gar nicht genau wie. Ob Gott mich geleitet, geführt hat? So wie die alten und neuen Lieder es sagen? So wie Martin Luther es in seinem Morgengebet ausgedrückt hat Gott hat mich vor allem Schaden und Gefahr behütet in der vergangenen Nacht zumindest. Dann will ich ihm auch mein weiteres Leben anvertrauen, diesen Tag, alles was noch kommt. Gottes Heil kennt keine Schranken ... Wie gut es tut, dankbar sein zu können.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie heute immer wieder einen Grund entdecken, dankbar zu sein. Ihr Eberhard Helling, Pfarrer aus Lübbecke
Dann bleibt nur noch "Danke" (eg 334)
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