Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

17.06.11, Claudio Gnypek

Die Abi T-Shirts

Sprecher: Kein Abi ohne Abishirt. Aber schon bei diesem Stück Stoff kannst du zeigen, ob du wirklich die Reife fürs Leben hat, meint Johannes aus Mülheim:

O-Ton Johannes:  Wir haben uns in unserer Stufe überlegt, was wir mit unseren Abi T-Shirts machen. Ich hatte im Vorfeld eine Veranstaltung besucht. Da ging es um die Arbeitsbedingungen in den Entwicklungsländern und da war ich ganz schockiert von den Vorgängen auf dem globalen textilen Markt.

Sprecher: In vielen Fabriken, die Kleidung für den Europäischen Markt herstellen sind Kinderarbeit, unsoziale Arbeitsbedingungen und Hungerlöhne üblich. Bisher gibt es nur einzelne Firmen, die  Textilien unter nachweisbar fairen Bedingungen herstellen.

O-Ton Johannes: Da habe ich gedacht, wir müssen irgendwie für unsere Abi T-Shirts eine Alternative finden. Und im Internet habe ich eine Marke gefunden, die Fair gehandelte T-Shirts verkauft und eine Firma, die diese direkt bedruckt.

Sprecher: Johannes musste seine Mitschüler erst davon überzeugen, denn die meisten wollten einfach ganz normale, billige T-Shirts kaufen.

O-Ton Johannes: Da war ruckzuck auf Facebook eine Diskussionsseite mit 50 Einträgen und da werden die blödesten Sachen behauptet über die T-Shirts, die alle vorher gesehen haben. Da habe ich im Vorfeld ein Video zu den Produktionsbedingungen zu eben diesen T-Shirts gepostet und das hat wohl einige Mitschüler sehr beeindruckt. Mit dem Ergebnis dass wir jetzt für unsere etwa 110 Schüler fair gehandelte T-Shirts bedrucken werden für den Abi – Jahrgang 2011.

Sprecher: Daniel Schneider

Audiobeitrag Die Abi T-Shirts


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