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Nur kein Stress
Zwischen zwei Terminen fällt mir ein: Ich hab´ die Dosen mit den Champignons für heute Abend vergessen! Also nur mal kurz in den Supermarkt
An der Kasse stehen 6 Leute, alle mit Wagen mit Waren voll. Kennen Sie das? Wenn man im Stress ist, dann steht man immer in der falschen Schlange.
Im Stress bin ich, wenn ich den Eindruck habe: Die Zeit ist knapp! Dabei ist es nicht die Zeit, die knapp ist denn mir stehen jeden Tag die gleichen 24 Stunden zur Verfügung. Oft will ich nur immer mehr in immer kürzerer Zeit erreichen. Dann hake ich Vorhaben nur noch schnell ab. Das kann zu Missverständnissen und Überreaktionen in Beruf und Familie führen. Stress produziert Stress.
Die Erfahrung zeigt mir: Stress ist eben nicht durch Erhöhung des Tempos zu bewältigen. Ich brauche darum kein Konzept für noch besser genutzte Zeit. Ich brauche eine klare Entscheidung, welchen Platz Termine und Vorhaben in meinem Leben einnehmen dürfen.
In der Bibel, im Buch des Predigers Salomo (3. Kapitel) steht eine gute Hilfe zum Umgang mit der Zeit. Dort heißt es: Alles hat seine Zeit und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: Geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit. Weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit. Suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit; Lieben hat seine Zeit. Denn wenn ein Mensch trotz aller Mühen gut isst und trinkt und guten Mut hat das ist eine Gabe Gottes.
Salomo erkennt: Alles im Leben hat seinen Zeitpunkt und braucht ausreichend Zeit. Wer danach lebt, der kann ruhig essen und trinken und geht mit Mut seine Aufgaben an. Gott schenkt mir Lebenszeit genau für diese Dinge. Aber ich bin selbst verantwortlich für den Umgang damit.
Wie könne wir also die Hektik im Alltag stoppen? Vier Gedanken dazu:
1. Gedanke: Reden Sie mit Gott über die Prioritäten und Pläne ihres Lebens! Arbeiten Sie nicht einfach unüberlegt alle Stapel ab. Auch das Gebet hat seine Zeit. Die Hände, die sich zum Beten falten, ruhen von der Arbeit aus. Schauen Sie im Gebet mit Gottes Augen ihr Leben an. Lassen Sie sich von Gott zeigen, was heute wichtig und was unwichtig ist.
2. Gedanke: Sagen Sie ohne schlechtes Gewissen Nein! Oft versuchen andere, uns noch zu weiterer Arbeit zu überreden. Erledigen Sie die wichtigsten Dinge zuerst und die zweitwichtigen
nicht alle! Wenn Sie keine Kraft mehr haben oder andere Dinge wirklich wichtiger sind, dann dürfen Sie ohne schlechtes Gewissen Nein sagen.
3. Gedanke: Planen Sie für die einzelnen Vorhaben mehr Zeit ein! So können Sie eine Sache entspannt und bewusster tun, ohne dauernd nach der Uhr schauen zu müssen. Lassen Sie auch mal Ihr Auto stehen und nutzen Sie die kurzen Fußstrecken zum Durchatmen.
4. Gedanke: Planen Sie freie Zeit ein! Tun Sie heute noch etwas, ohne einen Zweck damit zu verfolgen. Gehen Sie spazieren, hören Sie Ihre Lieblingsmusik, schauen Sie einfach nur aus dem Fenster. Machen Sie es wie die Kinder, die oft beim Spielen die Zeit vergessen. Und lassen Sie sich auch heute beim Essen genügend Zeit zum Genießen! Denn auch die Zeit zum Genießen ist eine Gabe Gottes.
Einen Tag mit viel Zeit wünscht Ihnen ihr Pastor Sebastian Begaße aus Dortmund
Nur kein Stress
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