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Warum Kirchentag?
Seit Jahren fahre ich jetzt schon zum Kirchentag. Ich war in Berlin, München, Hannover, Frankfurt und vielen anderen Deutschen Städten.
Aber ich hab mich noch nie gefragt, warum es überhaupt den Kirchentag gibt. Das hab ich jetzt mal nachgeschaut.
Der erste Deutsche Evangelische Kirchentag fand 1949 in Hannover statt. Sein Motto: Kirche in Bewegung. Von Anfang an war der Kirchentag eine Bewegung. Eine Laienbewegung, unabhängig von der Amtskirche. In Hannover verlas der spätere Bundespräsident Gustav Heinemann die Gründungserklärung des Deutschen Evangelischen Kirchentages.
Diese Erklärung beschreibt, worum es beim Kirchentag geht: erstens Menschen fit zu machen für die Aufgaben in der christlichen Gemeinde und in der Welt. Und zweitens Menschen miteinander zu verbinden und den Austausch zu fördern - weltweit.
Daran hat sich bis heute nichts geändert. Auch wenn die Themen inzwischen andere sind. Ging es in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts um Frieden und Protest gegen Massenvernichtungswaffen, stehen heute Klimafragen, Globalisierung und der interreligiöse Dialog auf dem Programm.
Nach wie vor ist der Kirchentag eine Massenbewegung, die alle zwei Jahre mehrtägige Großveranstaltungen durchführt. Und nach wie vor gibt es rund 100.000 Menschen, die der christliche Glaube zusammenführt und die die Welt verbessern wollen.
Sprecher: Daniel Schneider
Warum Kirchentag?
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