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Eier färben
Habt ihr eigentlich schon Ostereier gefärbt? Oder macht ihr das heute noch?
Oder habt ihr die etwa fertig bemalt gekauft, womöglich irgendwelches Billigzeug, und das schon vorigen Montag?
Mit der letzten Methode wäret ihr ganz nah dran am Ursprung der Eierfärberei. Früher durfte man in der Passions- und Fastenzeit keine Eier essen. Also hatte man das Problem: Wohin damit bis Ostern? Faul werden lassen? Natürlich nicht. Also wurden die Eier hart gekocht. Und immer schön ein paar Pflanzen mit ins Kochwasser. Zum Färben. Damit man Ostern die alten Eier von den frischen ungekochten unterscheiden konnte.
Da kommt der Brauch also her. Trotzdem ist es natürlich nicht wirklich cool, die fertig gefärbte Pracht Tage vor Ostern beim Discounter zu bunkern. Eier selber färben ist Ehrensache. Wer jetzt gerade nicht im Stau steht, hat doch bis heute Abend sowieso nichts anderes vor. Und egal, ob man die gute alte Farbtablette in Essigwasser auflöst oder im Kreis Wesel am Niederrhein gemeinsam mit einer staatlich zertifizierten Kräuterpädagogin natürliche Färbehelfer sammelt Hauptsache, man machts gemeinsam und hat Spaß dabei.
Darum gehts übrigens auch beim Osterfest: sich gemeinsam freuen. Weil alles, was mit Angst und Not und Tod zu tun hat, nicht das letzte Wort hat. Weil Gott Leben schenkt, das schön und bunt ist.
Sprecherin: Alexa Christ
Eier färben
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