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Von roten Nasen und Joghurtbechern
Meine Freundin Michaela hat eine heftige Zeit hinter sich: Ihr Sohn Elias musste mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus.
Das war wirklich schlimm, wenn da nicht die Clownvisite gewesen wäre.
Am Mittwoch kamen sie: Kalle und sein Chef. Rote Pappnasen, grelle weite Hosen mit Hosenträgern und jede Menge Gepäck. Bei ihrer Clownnummer nahm Kalle seinen Chef immer hoch, während er sehr ergeben tat. Dabei zwinkerte er Elias immer zu und der rollte sich prompt ab vor Lachen. Er hatte gerade das Mittagessen bekommen und die Clowns wollten auch etwas davon abhaben. Elias sagte: Ihr könnt den Joghurt haben, den mag ich eh nicht.
Kalle machte umständlich den Joghurtbecher auf, wobei seinem Chef eine ordentliche Portion ins Gesicht blubberte. Kalle täuschte großen Ekel vor, als er den Joghurt probierte und stellte ihn kurzerhand in die Nachttischschublade. Er zwinkerte Elias zu und legte verschwörerisch seinen Finger auf den Mund. Elias lachte bis ihm der Bauch wehtat
Zwei Tage später wurde Elias aus dem Krankenhaus entlassen. Als er noch im Nachttisch nachschaute, fand er den angebrochenen Joghurt von Kalle, dem Clown. Und musste wieder lachen.
Michaela sagt: Ich fand das vorher ja so einen Omaspruch, dass Lachen die beste Medizin ist. Aber wenn der Bauch vom Lachen wehtut, dann ist jeder andere Schmerz für einen Moment vergessen.
Sprecherin: Alexa Christ
Von roten Nasen und Joghurtbechern
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