Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

21.02.11, Christina Ossenberg-Gentemann

Sind wir nicht alle ein bisschen Pippi Langstrumpf

Als ich sechs war, war sie mein großer Star: Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf. Oder kurz Pippi.

Dieses sommersprossige und Ringelstrümpfe tragende Mädchen, dass mit ihrer direkten Art immer wieder verblüfft, ihr Pferd einfach mal von der Veranda in den Garten trägt und einen ganz ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit hat – wunderlich und wundervoll.

Ich habe sie bewundert: ihren Mut, ihre Kraft und vor allem, ihren Eigensinn und ihre Neugierde. Sie macht  sich die Welt „widewide wie sie ihr gefällt“.
Das machen, wonach mir gerade der Sinn steht und das, was mir nicht gefällt einfach ändern! – Wie schön könnte das Leben sein!

Und dann sitze ich an meinem Schreibtisch und wünsche meine eigene kleine Welt eigentlich ganz anders, weniger Köln im Februar als Schweden im Sommer…
Vielleicht würde schon ein wenig mehr Pippi Langstrumpf – Sein genügen, um das Gefühl zu haben, dass nicht das Leben mich bestimmt, sondern auch ich mir die Welt machen kann, wie sie mir gefällt – ein wenig jedenfalls!

Das Leben mit neugierigen Augen sehen und das wunder-volle, das passiert aufnehmen, dass ist echte Pippi Langstrumpf-Mentalität und ist das, was Gott für uns will, wenn es in der Bibel heißt:

Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit!

Sprecherin: Alexa Christ

Audiobeitrag Sind wir nicht alle ein bisschen Pippi Langstrumpf


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