Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

12.02.11, Jost Klausmeier-Saß

Hinnehmen, was nicht mehr zu ändern ist

Sitzen bleiben. Schuljahr wiederholen. Eine der übelsten Erfindungen in der Schule. Vorletztes Schuljahr hat’s Bijan erwischt:

Sprecher: Für Bijan eine harte Prüfung: noch mal alles von vorne. Manch einer überlegt in einer solchen Situation dann, alles hinzuschmeißen. Aufzugeben. Den Frust gewinnen zu lassen. Bijan hat sich zum Durchhalten entschlossen:

O-Ton Bijan: In dem ersten Halbjahr war’s halt so, dass es dann schwer für mich war, das Ganze noch weiter zu machen, weil ich das alles halt schon mal gemacht hab. Aber dann wurd ich halt wieder wach und hab gedacht: komm, wenn du’s letztes Jahr so schlecht gemacht hast, dann musst du’s jetzt viel besser machen.“

Sprecher: Mit diesem Vorsatz hat Bijan noch mal die Kurve gekriegt. Hat über sein Verhalten nachgedacht. Über seine Motivation. Hat sich Fehler eingestanden. Und hat hingenommen, was nicht mehr zu ändern war. Das Beste draus gemacht und für sich und sein weiteres Leben eine Lehre daraus gezogen.

O-Ton Bijan: „Ist zwar dann ein Jahr, was mir so gesagt fehlt, was ich zusätzlich gemacht habe. Aber daraus lernt man auch. Lieber fällt man was früher einmal hin, als später und dann richtig. Und so gehe ich schon vorsichtig ins Leben hinein.“

Sprecher: Manchmal muss man im Leben hinnehmen, was nicht zu ändern ist, auch wenn’s schwer fällt. Nur so kann man sein Leben selbst im Griff behalten und nicht den Frust und die Enttäuschung gewinnen lassen.

Sprecher: Daniel Schneider

Audiobeitrag Hinnehmen, was nicht mehr zu ändern ist


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