Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

28.12.10, Florian Schmitz-Kahmen

Zwischen den Jahren

Es gibt Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Und es gibt „Zwischen den Jahren“.Sagt man doch so und meint damit die Tage zwischen Weihnachten und Silvester.

Ich mag diese Tage immer ganz besonders. Weil da nicht einfach Alltag herrscht, aber auch keine irgendwie erzwungene Harmonie, wo alle meinen, jetzt müsste alles perfekt und ohne Probleme sein. Den größten Familienkrach gibt es an Weihnachten und im Urlaub. Das belegen Statistiken. Für „zwischen den Jahren“ gibt es keine Statistik. Gut so!

Ich glaube, wenn ich Gott fragen würde, welche Jahreszeit ihm die liebste ist, dann würde er sagen: „Na, die ‘zwischen den Jahren‘. Weil ich euch Menschen dann am ehesten so erlebe, wie ich mir das vorstelle: Ihr jagt nicht total gestresst irgendwelchen Pflichten hinterher, sondern lebt einfach.

Ihr glaubt nicht, dass diese Welt stets eine heile sein müsste, sondern lebt einfach.

Und das finde ich gut! Weil ihr dann spürt, dass ich euch nicht einen Geist der Verzagtheit geben habe, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“

Sprecherin: Alexa Christ

Audiobeitrag Zwischen den Jahren


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