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Komm her!
Dass ein Mensch über das Wasser gehen kann, so wie es Bibel von Jesus und Petrus erzählt, das ist für mich eine der erstaunlichsten Geschichten, liebe Hörerinnen und Hörer.
Kann das sein, über das Wasser zu laufen, ohne darin zu versinken!?
Jesus ließ seine Jünger am See in ein Boot steigen, er selbst blieb am Ufer zurück, um zu beten. Als das Boot schon weit vom Ufer entfernt war, geriet es in einen schweren Sturm, die Wellen drohten, das Boot zu versenken. Da ging Jesus zu seinen Jüngern auf dem See, ihnen entgegen. Sie bekamen noch größere Angst, denn sie dachten, da käme ein Gespenst auf sie zu. Jesus aber sagt zu Ihnen: Habt keine Angst, ich bins. Fürchtet euch nicht! Petrus prüft Jesus Wenn Du das wirklich bist, Herr, dann lass mich zu dir kommen, lass mich auch auf dem Wasser gehen. Komm her! sagt Jesus zu Petrus. Da steigt Petrus aus dem Boot aus und läuft zu Jesus über das Wasser.
Komm her! Wie oft haben das schon andere Menschen zu uns gesagt. Das erste Komm her! sagen die Eltern zu uns, wenn wir zur Welt kommen. So willkommen sind wir, und so sehr brauchen wir dieses erste Komm her! unserer Eltern und unserer Familie, das in so vielen Worten und Zeichen Gestalt wird. Du bist willkommen! Es ist schön, dass Du da bist. Dann sagt es vielleicht eine Erzieherin im Kindergarten: Komm her, du kannst auch bei mir bleiben! Es ist gut für dich hier, ich passe auf dich auf. Komm rüber! ruft uns ein Freund von der anderen Straßenseite zu und lädt uns zum spielen ein. Später sagt es die Freundin oder der Freund: Komm, geh` mit mir, es geht gut, wenn wir zusammen gehen, vertrau mir.
Viele, viele mal hören wir dieses Komm her! so, oder ähnlich, und immer ermutigt es uns, einen Schritt nach vorne zu wagen und darauf zu vertrauen, dass es gut wird! Es kann sogar sein, dass das, was uns retten könnte, dieses Komm her! zu uns ruft. Oft genug aber ist es so, dass wir das, was gut für uns wäre, nur wie ein Nachtgespenst, wie ein Spuk um Mitternacht in schlaflosen Nächten, unklar erkennen. Wir sehen so wie die Jünger im Boot nicht klar, was da vom anderen Ufer auf uns zukommt und uns etwas zuruft. Ist es am Ende doch nur ein Gespenst?
Als Petrus dieses Komm her! von Jesus hört, verlässt er die Sicherheit des Bootes und geht auf dem stürmischen Wasser Jesus entgegen. So viel Vertrauen hat er. So mutig überwindet er seine Angst und geht über die Wogen, in denen man sonst versinkt. Aber dann, so geht die Erzählung weiter, schaut er auf die Wellen und er hört den Wind. Die Angst türmt sich auf wie Riesenwogen. Und als diese Angst in ihm mächtig wird, da beginnt er zu sinken. Er ruft zu Jesus um Hilfe. Jesus reicht ihm seine Hand, zieht ihn heraus und fragt ihn: Warum hast du gezweifelt, du Kleingläubiger?
Wir stehen im Advent. Advent heißt auf Deutsch Ankommen. Im Advent denken wir daran, dass Jesus zu uns kommen will, durch den Sturm hindurch und über die Wogen unserer Angst hinweg. Wir können ihm deshalb auch entgegen gehen, mutig den ersten Schritt machen. Denn er ruft uns zu. Hab keine Angst, komm her, sei nicht so kleingläubig und überwinde deine Angst.
Liebe Hörerinnen und Hörer, das wünsche ich Ihnen , dass sie die Stimme hören, die Sie willkommen heißt, dass sie nicht so sehr auf den bedrohlichen Wind oder die großen Wellen des tiefen Meeres achten, sondern dass sie die Angst überwinden und den ersten Schritt tun.
Komm her!
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