Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

17.12.10, Christiane Birgden

Sieben Prozent

Neue Beziehung, neuer Ort, neuer Job – egal, man nimmt sich immer mit. Das ist doch gemein, oder? Nicht gemein ist das natürlich hinsichtlich der Dinge, die gut laufen.

Aber dann gibt es auch immer wieder dieselben Fallen, in die wir tappen und die gleichen Muster, die uns zum Strick werden. Ein Freund meinte letztens, dass der erwachsene Mensch sich nur noch zu 7% verändern kann. Das ist doch niederschmetternd: 93% bleiben unveränderlich. Und nicht nur ich, auch mein Partner hat quasi kein Potential; trotz meiner ständigen Erziehungsversuche seine Macken zu ändern und etwa doch noch seine Socken auseinanderzupulen, bevor er sie in den Wäschekorb schmeißt. Erst recht dürfte es nach dieser Prognose aussichtslos sein, die lieben Kollegen verändern zu wollen.

Wir sind also gefangen in einer unveränderlichen bescheidenen Welt? Hier wird mir mein Glaube wichtig. Ich bin überzeugt, dass sich Dinge verändern können und, dass noch konkreter, Gott Dinge verändern kann. Ich weiß nicht, ob Jesus Wasser zu Wein verwandelt hat oder über den See gelaufen ist und das ist mir auch nicht wichtig. Aber ich hoffe, dass Gott Menschen verändern kann. Über 7% hinaus. Und vielleicht auch mich selbst. Das wäre doch echt ein Wunder!

Sprecherin: Alexa Christ

Audiobeitrag Sieben Prozent


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