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Einfache Kommunikation
Früher hatten Telefone noch Wählscheiben. Ein neues Telefon kaufte man sich, wenn es kaputt war, also alle 20 Jahre und nicht,
weil gerade das neueste Smartphone Modell auf den Markt kommt. Früher kam mein Großvater mit einer Miniatur-Kabeltrommel mit 5-Meter Telefonverlängerungskabel stolz nach Hause: Jetzt können wir auch in der Küche telefonieren!
Mein erstes eigenes Handy war das von meiner älteren Schwester. Klobig blau und häufiger kaputt war, als das es funktionierte. Aber ich konnte telefonieren. Mit meiner Freundin, stundenlang. Und auch mit Mama, die sich immer Sorgen macht. Das grüne Ding war mein Tor zur Welt.
Gestern abend haben wir Filmabend gemacht mit Filmklassikern. Darunter auch E.T. der Außerirdische. Et zeigt, dass es auch ein Leben ohne Telefonkabel und Smartphone geben kann: Er streckt seinen Finger in die Luft bis er glühte. "ET nach Hause telefonieren." So einfach sollte Verständigung sein. Klappte nur nicht so ganz. Und das konnte E.T. gar nicht verstehen. Weil Verständigung für ihn so einfach und selbstverständlich war.
Heute telefoniere ich weltweit, schnurlos für wenige Cents und ab und an auch nach Hause. Nach Hause telefonieren: eigentlich eine ganz gute Umschreibung fürs Beten. Sozusagen eine Verbindung mit Gott aufnehmen. Ohne Kabel und ohne Display. Hände falten bis zum Glühen braucht es dafür gar nicht. Es braucht nur ein paar Worte von mir.
Sprecher: Daniel Schneider
Einfache Kommunikation
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