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Die Brautjungfern (Matthäus 25,1-13)
Ein Arzt macht am Abend Hausbesuche und nimmt dabei seinen Hund mit. Schließlich kommt er zu einem Mann, der sterbenskrank ist. Der Kranke greift nach der Hand des Arztes.
"Ich habe Angst vor dem Sterben. Sagen Sie mir doch, Doktor, was wartet auf mich nach dem Tod? Was wird auf der anderen Seite sein?" - "Ich weiß es nicht", antwortet der Arzt langsam und ernst. Beide schweigen lange. Der Arzt steht auf, geht zur Wohnungstür und öffnet sie. Sein Hund läuft herein, springt an ihm hoch und inspiziert die Wohnung. Froh und glücklich, seinen Herrn wieder zu sehen. Der Arzt setzt sich wieder an das Krankenbett und sagt: "Das ist mein Hund Cäsar. Haben Sie es bemerkt? Er war vorher noch nie in Ihrer Wohnung. Aber er wusste, dass ich auf der andern Seite der Tür bin. Darum sprang er gleich fröhlich herein, als die Tür aufging. - Sehen Sie, ich weiß auch nicht, was nach dem Tod auf uns wartet; aber es genügt mir, zu wissen, dass Jesus auf der andern Seite ist. Ihm habe ich bisher vertraut. Zu ihm gehöre ich. Darum werde ich, wenn sich eines Tages die Tür für mich öffnet, ohne Furcht, sondern vertrauensvoll zu ihm gehen. Deshalb rate ich Ihnen: Nutzen Sie noch Ihre kurze Lebenszeit, um den kennenzulernen, der auf der anderen Seite ist. Vertrauen Sie ihm Ihr Leben an. Dann werden auch Sie ohne Angst zu ihm gehen, wenn die Tür sich öffnet."
Liebe Hörerinnen und Hörer, ich bewundere diesen Arzt. Tröstlich und klar konnte er seinem Patienten erklären, worauf es ankommt: Wir brauchen ein Vertrauensverhältnis zu Jesus. Dann brauchen wir selbst den Tod nicht zu fürchten. Wer Jesus vertraut, der weiß, dass er ihn niemals im Stich lässt. Wer Jesus vertraut, der geht, wenn er stirbt, in das Licht seines Herrn. Darauf weist Jesus mit einem Gleichnis hin:
Sprecherin: Am Ende der Welt wird es zugehen wie in der folgenden Geschichte: Zehn Mädchen gingen mit ihren Lampen hinaus, um als Brautjungfern den Bräutigam abzuholen. Fünf von ihnen handelten klug, die anderen fünf gedankenlos. Die Gedankenlosen nahmen nur ihre Lampen mit, während die Klugen auch noch Öl zum Nachfüllen mitnahmen. Weil der Bräutigam sich verspätete, wurden sie alle müde und schliefen ein. Mitten in der Nacht hörte man rufen: "Der Bräutigam kommt, geht ihm entgegen!" Die zehn Brautjungfern wachten auf und brachten ihre Lampen in Ordnung. Da baten die Gedankenlosen die anderen: "Gebt uns von eurem Öl etwas ab, denn unsere Lampen gehen aus." Aber die Klugen sagten: "Das können wir nicht, denn sonnst reicht es weder für uns noch für euch. Geht lieber zum Kaufmann und holt euch welches!" So machten sie sich auf den Weg, um Öl zu kaufen. Inzwischen kam der Bräutigam. Die fünf Klugen, die darauf vorbereitet waren, gingen mit ihm zum Hochzeitsfest, und die Türen wurden hinter ihnen geschlossen. Schließlich kamen die anderen nach und riefen: "Herr, mach uns auf!" Aber der Bräutigam wies sie ab und sagte: "Ich kenne euch überhaupt nicht!" Darum bleibt wach, denn ihr wisst weder Tag noch Stunde im voraus.
Die Brautjungfern (Matthäus 25,1-13)
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