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Erledigt
Manchmal hab ich den Eindruck, das Leben besteht aus Abhaklisten. Ich hab große Freude an der Effizienzsteigerung meines Lebens und staune oft,
welches Tempo ich an den Tag legen kann. Gute Organisation ist alles. Auf dem Weg in den Keller noch schnell die Wäsche mitnehmen. Auf dem Weg ins Büro noch schnell die Briefe einwerfen: ein Gang weniger! Alte Kellnerregel: Nie leer gehen!
Die größte Befriedigung: etwas erledigt zu haben. Und so rausche ich durch den Tag. Was ist ein guter Tag, an dem ich abends zufrieden ins Bett falle? Ein Tag, an dem ich eine Menge geschafft habe. Doch im Bett schreib ich gedanklich schon die nächsten to do-Listen. Manchmal stehe ich sogar nachts auf und schreibe auf, was ich noch alles erledigen will.
Ich berausche mich am Tempo meines Lebens. Bin stolz auf das, was ich Multitasking alles leiste. Und merke gar nicht, wie sich das Leben dadurch beschleunigt.
Und dann liege ich auf dem Sterbebett und denke: das wars dann, mein Leben: geschafft, Häkchen dran. Moment? War das alles?
Sprecherin: Bettina Förster
Erledigt
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